MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Renate Dausch

Der Fels in der Brandung

Renate Dausch

Gastronomin i.R.
99195 Riethnordhausen

Renate Dausch wurde am 09.11.1938 in Riethnordhausen / Thüringen geboren. Nach achtjähriger Grundschulzeit in ihrer Heimatstadt wäre sie gern Friseurin geworden, was sich damals aber leider nicht verwirklichen ließ. Stattdessen absolvierte Renate eine dreijährige Ausbildung als Stepperin in der Erfurter Schuhfabrik „Paul Schäfer“ und arbeitete im Anschluss noch zwei weitere Jahre in ihrem Lehrbetrieb. „Ich habe dann allerdings die Dämpfe des Klebers, die überall in der Fabrik vorherrschten, nicht mehr vertragen und beschloss, mir ein anderes Tätigkeitsfeld zu suchen“, erinnert sich Renate Dausch, die bis etwa 1978 eine Anstellung als Erziehungshilfskraft im ortsansässigen Kindergarten und später als stellvertretende Verkaufsstellenleiterin im Konsum fand. 1983 wechselte sie noch einmal das berufliche Metier und fand in der Pachtübernahme des nahe gelegenen Gartenvereinsrestaurants eine völlig neue Herausforderung. „Ich habe viele Feiern ausgerichtet, mit meinem Cousin in der Küche gearbeitet, eingekauft und an meinem freien Dienstag das Haus geputzt. An den Wochenenden war oft richtig was los. Vorne 40 Personen, hinten 40 Personen, im kleinen Saal der Jägerverein. Ich wusste manchmal nicht, wo mir der Kopf steht. Aber genau das hat mir Spaß gemacht“, erzählt Renate, die ihre Gaststätte bis September 1990 führte. „Mit der Wende wurde es immer schwerer. Die Mieten stiegen, und ich habe den Pachtvertrag schließlich aufgelöst.“ Von 1990–1998 war Renate Dausch in einem privaten Gasthof am Starnberger See tätig. „Das war eine herrliche Gegend. Selbst bekannte Künstler, wie Peter Maffay, waren bei uns essen. Aber meine familiären Wurzeln und mein Familiengrundstück waren natürlich weiterhin in Riethnordhausen, so dass ich nach dieser Zeit pensioniert wurde und dann wieder zurück nach Hause gegangen bin“, berichtet sie. Renate Dausch ist verwitwet und lebt mit ihrem langjährigen Lebensgefährten zusammen. Mit Franko (*1959, Maurermeister), Ute (*1967, Verkäuferin) und Gabi (*1973, Altenpflegerin) hat sie drei Kinder, mittlerweile vier Enkel und vier Urenkel. „So wie unsere Mutter früher für mich da war, bin ich heute für meine Familie gern der Fels in der Brandung“, sagt sie und fügt hinzu, wie stolz sie auf ihre Lieben ist. In der Freizeit kümmert sie sich engagiert um den Garten und ist nach wie vor eine sehr gesellige Person. „Karten spielen oder Geburtstagsfeiern ausrichten liegt mir immer noch im Blut“, schmunzelt sie und schaut bereits ein Stück voraus auf ihr achtzigstes Wiegenfest im nächsten Jahr. Nach einer schweren Erkrankung 2015 hofft Renate Dausch deshalb, dass es gesundheitlich noch etwas bergauf geht, damit sie dieses runde Jubiläum nach einem zufriedenen und erfüllten Leben an der Seite ihrer Familie begehen kann.
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