MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Veronika Dannenberg

„Man benötigt nur wenig, um ein glückliches Leben zu führen.“ (Marc Aurel)

Veronika Dannenberg

Fleischfachverkäuferin
Am Hanfgarten 42
06847 Dessau-Roßlau

Veronika Dannenberg blickt auf ein bewegtes Leben mit persönlichen Tiefschlägen zurück, fand jedoch letztendlich noch ihr Glück. 1948 als Tochter einer Verkäuferin und eines Materialdisponenten geboren, lernte sie nach der Beendigung der Schule den Beruf einer Fleischfachverkäuferin bei der Konsumgenossenschaft. Drei Jahren Lehre folgte die Arbeit als Verkäuferin im früheren Ausbildungsbetrieb, doch glücklich war sie nicht. So sah sie sich nach anderen Möglichkeiten um, wechselte erst in die BHG (Bäuerliche Handelsgenossenschaft) als Verkäuferin für Saatgut, dann 1974 in eine LPG und damit in eine beruflich und privat bessere Zukunft. Dreimal verheiratet, fand sie erst mit dem letzten Ehemann Günter gemeinsame Ziele. Günter Dannenberg war ebenfalls in der LPG tätig, arbeitete dort als Traktorfahrer. Mit ihren indessen fünf Kindern wohnte die Familie nun im Elternhaus von Günter Dannenberg und alles schien sich gut gefügt zu haben – dann kam die politische Wende in der DDR und mit ihr die Veränderungen in allen gesellschaftlichen Bereichen. Die Landwirtschaftlichen Genossenschaften wurden aufgelöst, die darin tätigen Menschen mussten sich neu orientieren. 1992 führte das zum Verlust des Arbeitsplatzes für beide Dannenbergs. Für Günter Dannenberg brach eine Welt zusammen. Er erkrankte und starb 1995 nach 17-jähriger Ehe mit seiner Frau. Für Veronika Dannenberg brach erneut eine schwierige Zeit an. Nach Verlust von Arbeitsplatz und Ehemann gesellte sich kurz darauf auch der des gemeinsam bewohnten Hauses dazu. Kein Grund für sie, den Kopf in den Sand zu stecken. Irgendwie geht es immer weiter, hatte sie inzwischen gelernt. Und so kam es auch. Sie lernte ihren heutigen Lebensgefährten Klaus Enke kennen, zog zu ihm. 1993–2006 fand sie nochmal Arbeit auf dem Schlachthof, war danach zwei Jahre arbeitslos und genießt seit 2008 den wohlverdienten Ruhestand. Ihr Arbeitsleben war von harter, körperlich anspruchsvoller Arbeit und frühen Arbeitszeiten (Beginn zwischen zwei und vier Uhr) geprägt. Die Umstellung in das Rentnerleben war deshalb nicht ganz einfach, doch die eigene Tierhaltung half darüber hinweg. Veronika Dannenberg und Klaus Enke gehören seit 2000 dem Zuchtkaninchenverein G 125 Roßlau an und betreiben zudem eine Kanarienzucht. Letztere ist nur ein Hobby, während mit den Kaninchen (große Widder, kleine Widder, blaue Wiener, graue Wiener, Großchinchilla) auf diversen Ausstellungen schon so mancher Preis gewonnen wurde (höchste Auszeichnung Kreismeister). Kater Poldi begleitet die 22 Jahre Gemeinsamkeit von Veronika Dannenberg und Klaus Enke nun auch schon seit neun Jahren. Und beide sind mit ihrem Leben zufrieden – auch wenn nicht immer alles einfach war und ist.
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