MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Denkewitz

Nie aufgeben

Denkewitz

Klein-Kühnauer Str. 1
06946 Dessau-Roßlau
Fon: 0340 / 616910

Wilfried und Marianne Denkewitz sind seit 1981 verheiratet, die Ehefrau hat eine Tochter aus ihrer ersten Ehe mitgebracht. Diese ist seit einem Sportunfall querschnittsgelähmt. Außerdem gehören noch ein Enkelkind und zwei Kater zur Familie. Deren Mauzen ist während des gesamten Gesprächs zu vernehmen. „Wo Katzen im Haus sind, ist ein guter Haushalt“, meint Marianne Denkewitz dazu. Ihr Mann Wilfried wird am 6. März 1942 geboren, der Vater arbeitet als Dreher, die Mutter als Verkäuferin. Während einer dreijährigen Lehre erlernt er den Beruf eines Klempners und Installateurs in einem privaten Betrieb und erlebt in dieser Zeit die Auseinandersetzungen um die Bildung der Produktionsgenossenschaften des Handwerks (PGH) mit. Im Jahr 1960 geht Wilfried Denkewitz für vier Jahre zur Grenzpolizei und dient in Beendorf. In dieser Zeit lehnt er Versuche der Stasi, ihn als Informanten anzuwerben, konsequent ab. „Meine Kollegen oder Angehörigen zu bespitzeln, das war mir einfach nur zuwider“, erinnert er sich. Nach dem Dienst kehrt er in seine PGH zurück, ab 1981 und über die Wende hinaus ist er bei den verschiedensten Firmen beschäftigt. Einmal erlebt er einen Chef aus dem Westen, der mit ihm einen Arbeitsvertrag per Handschlag abschließt und diesen auch genau einhält. Wilfried Denkewitz ist in dieser Zeit viel in den alten Ländern unterwegs und liefert mit seinen Kollegen stets eine qualitativ hochwertige Arbeit ab, die auch strengsten Kontrollen standhält. Im Jahr 1997 scheidet er aus, kommt anschließend in verschiedenen ABM unter und geht ab 1. Januar 2004 in die wohlverdiente Rente. Nach der Wende nutzt er jede freie Minute, um das Haus umzubauen. Heute ist es ein Schmuckstück. Marianne Denkewitz kommt am 28. Februar 1945 in Griebelow bei Greifswald zur Welt. Nach dem Abitur sammelt sie in Bitterfeld praktische Arbeits- und Lebenserfahrung und wird dann zu einem Frauen-Sonderstudium delegiert, das sie 1973 als Chemieingenieurin abschließt. Bis 1979 arbeitet sie in Bitterfeld in der Forschung und wechselt dann in das Werk für Impfstoffe. Sie ist hier bis 1993 in leitender Stellung in der Endfertigung tätig. Im selben Jahr wird der Betrieb von einer westlichen Firma aufgekauft und Marianne Denkewitz ist bis zu ihrer Berentung im Jahr 2007 in der Abteilung tätig, welche die Aufträge bearbeitet. Seit ihrem Eintritt in den Ruhestand hat sie nun noch mehr Zeit, für das Amateurtheater in Wolfen zu nähen. Gern übernimmt sie bei Aufführungen kleinere Rollen und hat auch schon ihren Mann dafür gewinnen können. Außerdem spielt sie gern Skat würde gern einmal richtig großartig im Lotto gewinnen.
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