MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Inge und Horst Denecke
Diamantene Hochzeit haben sie schon gefeiert
Studentenwerk
ABV i. R.
99192 Neudietendorf
Inge und Horst Denecke wohnen in Neudietendorf bei Erfurt und sind seit mehr als 60 Jahren glücklich miteinander verheiratet. 1956 haben sie den Bund fürs Leben geschlossen und drei Kinder bekommen. Tochter Gabriele kam im Jahr der Trauung zur Welt. Sohn Frank wurde 1960 geboren und Tochter Anja 1967. Inzwischen gehören eine Enkelin und ein Urenkel zur Familie der Eheleute. Geboren 1936 im sächsischen Fremdiswalde bei Grimma, ging Inge acht Jahre dort zur Schule. Eigentlich wollte das Mädchen Krankenschwester werden. Doch als Tochter eines Neubauern unterstützte sie frühzeitig ihre Eltern in der Landwirtschaft. Nach der Schulzeit war sie bei einem Bäcker als „Mädchen für alles“ in Stellung und nahm ein Jahr danach auf Anraten einer Freundin eine Stelle als Ungelernte bei einem Fleischer in Leipzig an. Sie half im Haushalt und auch im Laden, bevor sich eine Arbeit in einer Metallbau-Fabrik in Leipzig anbot. Inge lernte ihren späteren Mann Horst Denecke kennen und gründete mit ihm nach der Hochzeit eine Familie. Als junge Mutter half Inge Denecke in der Kinderkrippe, dann im Kindergarten und hatte stets einen Betreuungsplatz für ihren Nachwuchs. Das war so in Leipzig und auch in Erfurt, wohin die Familie 1964 gezogen war. Nach dem Umzug nach Neudietendorf im Jahr 1972 begann die Mutter von drei Kindern beim Wachschutz des dortigen Kühlmöbelwerkes in Schichten zu arbeiten. 1981-1991war sie als Hausmeisterin beim Studentenwerk an der Pädagogischen Hochschule Erfurt beschäftigt. Heute blickt Inge Denecke, die mit 55 Jahren aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand getreten war, auf ein sehr erfülltes und abwechslungsreiches Leben zurück. Stets hat sie dabei ihren Mann unterstützt, so gut sie es konnte. Horst Denecke, geboren 1935 in Weimar, sagt, dass dies auf Gegenseitigkeit beruhe und das Rezept für eine gute und langjährige Ehe sei. Auch er ging acht Jahre zur Schule, bevor er 1950 beim Konsum in Erfurt eine dreijährige Lehre zum Lebensmittel-Fachverkäufer antrat. Er blieb nach seiner Ausbildung nur ein Jahr im Beruf und ging danach zur Kasernierten Volkspolizei, aus der die NVA wurde. Horst Denecke blieb vier Jahre als Kraftfahrer bei der Armee. Dann wechselte er zur Polizei, arbeitete auf dem Revier in Leipzig und auch im Streifendienst. Auf Drängen seiner Mutter zog die Familie nach Thüringen, Horst Denecke ließ sich nach Erfurt versetzen. Als ABV (Abschnittsbevollmächtigter) war er bis zu seinem Ruhestand mit Mitte 50 in Neudietendorf tätig. Bis zum Eintritt ins offizielle Rentenalter arbeitete Horst Denecke bei einem privaten Wachdienst. Aufgrund seiner Hilfsbereitschaft wird er heute noch scherzhaft „Hauptmann von Neudietendorf“ genannt. Zusammen mit seiner Frau Inge hat er schon das Fest der Diamantenen Hochzeit gefeiert und viele Reisen gemacht, auch bis ans Eismeer und nach Afrika. Beide sind glücklich und zufrieden. Er singt als Bariton im Gemischten Gesangsverein Neudietendorf, ist dort der Älteste und kann auch das Laufen (als früherer Teilnehmer am Rennsteig- und Kyffhäuserlauf) nicht ganz lassen. Sie liebt und schätzt den Umgang mit dem Computer (Tablet), um schnell und nah bei den Kindern zu sein. Zusammen wollen Deneckes noch schöne Jahre miteinander erleben. Sie sind stolz auf das Geschaffene und auf ihre Familie.