MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Johannes Danier

Fröhlich für andere da zu sein

Johannes Danier

Ofensetzer / Fliesenleger i. R.
Nordstr. 2
04720 Döbeln
Fon: 03431/ 711883

Engagement für seine Mitmenschen, Leben in einer füreinander einstehenden Gemeinschaft – dies hat Johannes Danier immer ausgezeichnet. 1931 in Pischwitz bei Döbeln geboren, war er früh selbst auf die Solidarität in der Familie angewiesen. Mutter und Vater starben, als er drei bzw. sieben Jahre alt war, bei Tante und Onkel wuchs er in Strehla an der Elbe auf. 1941 bis 1945 lebte er mit diesen in Dresden. Kinderlandverschickung ins niederschlesische Bad Obernigk, Leben mit verdunkelten Fenstern oder im Luftschutzkeller, die Bombardierungen Dresdens gehörten zu den Erfahrungen, die er in jungen Jahren machen musste. Ende 1945 ging es wieder nach Döbeln, wo die Großeltern wohnten. Bei der Fa. Kühne lernte er den Beruf eines Ofensetzers, ließ sich zusätzlich auch als Fliesenleger ausbilden. 1952 wechselte er zur Fa. Seifert und zu einem besseren Stundenlohn. Fast 25 Jahre blieb er diesem Privatbetrieb treu, war stets als fleißiger und zuverlässiger Handwerker geschätzt. Als der Meister 1976 verstarb, hatte Johannes Danier beim VEB Elektromotorenwerk (ELMO) Hartha Betriebsteil Döbeln eine neue Aufgabe als Betriebshandwerker gefunden. Er war viel auch am Stammsitz des Betriebes im nahen Hartha eingesetzt, koordinierte und leitete eine zehnköpfige Gruppe, erwies sich als findiger Typ bei der Materialbeschaffung und standhaft gegenüber besserwisserischen leitenden Mitarbeitern. Als das Werk mit den politischen und wirtschaftlichen Veränderungen 1990 geschlossen wurde, kam auch für ihn die Entlassung. Da seine Ehefrau zu diesem Zeitpunkt schon in Rente ging, war es naheliegend, gesundheitliche Probleme ließen es zusätzlich angeraten erscheinen, sich nun bald dem tätigen Ruhestand zu widmen. Im 49 Jahre lang gehegten, geliebten und bewirtschafteten Kleingarten, wo er seit 1959 auch als Obstbaumwart der Anlage agiert hatte, gab es genug zu tun. Freunde, Nachbarn, Familienmitglieder schätzten seinen Einsatz bei Reparaturen, Renovierungen, Ausbau. Noch heute wäre er unruhig, könnte er sich nicht am Fischteich und im Park des Seniorenzentrums nützlich machen. Seine Frau Irmgard hatte er 1953 heiraten könne, sie arbeitete als Wicklerin im Elektromotorenwerk, brachte 1955 beider Sohn zur Welt. Sohn Rainer war jedoch bereits 1998 einer Krankheit erlegen, Frau Irmgard ist seit 2014 nicht mehr an seiner Seite. Die beiden Enkel schenken jedoch Freude beim gelegentlichen Besuch.
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