MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Arnim Deke
Glück auf
Erich-Weinert-Str. 12 06526 Sangerhausen
Arnim Deke, 1946 geboren, besuchte von 1952-1960 die Grundschule, bevor er mit Werbern aus dem Mansfelder Revier in Kontakt kam, die Nachwuchs und Arbeitskräfte für den Schacht Eisleben suchten. Drei Jahre lernte er dann den Beruf eines Bergmanns, schloss gleichzeitig mit dem Facharbeiter auch die 10. Klasse ab. Damals wurde man, wenn man guter Lehrling war, noch vom Ausbildungsbetrieb übernommen. Und so bleib er im Schacht „Fortschritt“, einer Kupfererz-Mine. Auf Grund seiner Jugend durfte er erst einmal nur als Füller arbeiten. Nach einer weiteren Prüfung und dem Erreichen des 21. Lebensjahres jedoch, arbeitete er später als Hauer. Den Jahren im Eislebener Schacht folgte, unterbrochen von der Grundwehrdient-Zeit, seine Tätigkeit im Thomas-Müntzer-Schacht Sangerhausen. 26 Jahre war er insgesamt unter Tage beschäftigt. In 700 Metern Tiefe, auf Knien arbeitend, bei einer Stollen-Höhe von 80 Zentimetern. 1979 absolvierte er eine Brigadeleiter-Schule, wurde ab 1980 als Brigadeleiter eingesetzt. Bis 1991 blieb er seinem Beruf und dem Schacht treu, dann wurde dieser geschlossen, Arnim Deke musste sich umorientieren. Ihm wurde eine Weiterbildung vermittelt. 2 Jahre ließ er sich zum Facharbeiter für Straßenbau ausbilden. Genutzt hat es insofern nichts, da er auch in diesem Beruf dann keine Arbeit mehr bekommen hat. Man steckte ihn fortan von einer ABM in die andere, bis zum Jahr 2000. Dann konnte er in Rente gehen. Seine Bergmann-Rente hat er sich hart erarbeitet.
Privat verlief das Leben von Arnim Deke nicht so gleichförmig. 1965 erstmals geheiratet, wurde diese Ehe nach 14 Jahren 1979 geschieden. Drei Jahre später lernte er seine zweite Frau kennen, konnte nun sehr schöne Ehejahre erleben. Leider verstarb Ingrid Deke mit nur 43 Jahren 1989. Arnim Deke hatte das Glück 1996 nochmal eine Lebensgefährtin zu finden. Mit ihr teilt er seine Zeit bis heute, pflegt sie liebevoll.
Trotz schwerer körperlicher Arbeit war er immer in der Freizeit sportlich aktiv. Er kegelte viele Jahre, nahm sogar an Meisterschaften in dieser Volkssportart teil. Er sagt von sich selbst, immer aktiv gewesen zu sein. Von Anfang an war er im Bergarbeiterverein. Bis heute hält er Verbindung zu einstigen Kollegen, verbringt seine Freizeit gerne mit ihnen. Bergbautraditionen hält er aufrecht. Kein Wunder, bestimmten diese doch einen Großteil seines Lebens. Er hat keine großen Wünsche, nur dass seine Partnerin gesund wird und er es lange bleibt. Dann ist der Traum von einer Reise an die Ostsee vielleicht auch irgendwann Wirklichkeit.