MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Dipl.-Ing. Hans-Dieter Derja

Schutzpatron Hubertus

Hans-Dieter Derja
Pensionist

Rosenstraße 34
16321 Bernau b. Berlin

Wie viele seiner Generation prägten den 1939 in Leobschütz, damals Oberschlesien, heute Polen geborenen Hans-Dieter Deja die Kriegs- und Nachkriegswirren. Die Flucht vor der herannahenden Front führte den damals Fünfjährigen mit der Mutter nach Beeskow. Im Anschluss an die Volksschule lernte er den Beruf eines Wasserbauers, arbeitete an Wehren und Schleusen, befestigte Gräben und Ufer, regulierte mit seinen Kollegen die Spree. Während der Lehrausbildung konnte er noch den Abschluss der 10. Klasse nachholen. Dann ging es für dreieinhalb Jahre zur Volksmarine. Als Funker bei der in Warnemünde stationierten Flottille wurde er auf einem Minenlegundräumboot eingesetzt. Anschließend begann das Studium der Wasserwirtschaft in Magdeburg, zwei Jahre im Direkt-, zwei Jahre im Fernstudium. Als Bauleiter in der Invest-Abteilung der Wasserwirtschaft Frankfurt/ Oder wurde er mit der Rekonstruktion der wasserwirtschaftlichen Anlagen in Bernau betraut. Die Trinkwasseranlagen und die Trinkwasserrohrleitungssysteme gehörten ebenso dazu wie das Verlegen der Tonröhren für die Abwasserleitungen. Von 1967 bis 1993 arbeitete Hans-Dieter Deja dann als Geschäftsführer und Betriebsleiter des Tiefbaubetriebes im Kreis Bernau. 1990 bewarb er sich darum, den Betrieb als selbständiger Unternehmer zu führen. Er übernahm die Technik, doch mit der schlechten Auftragslage kam 1993 das Aus. Seitdem arbeitet Hans-Dieter Deja in Holz. Zu dem Material kamen anleitende Bücher und Werkzeug und vor allem die Kettensäge. Mit ihr schnitzte er Gesichter und später Tiere. Viele seiner Schnitzarbeiten stehen in z. T. öffentlichen Gebäuden, wie der von ihm verfertigte Bär um Rathaus von Bernau. Bereits 1985 hatte Hans-Dieter Deja die Jagdprüfung abgelegt. Als aktiver Jäger ist er im Jagdverband tätig, andererseits vor allem in der Jagdhorngruppe engagiert. Mit der Gruppe wird nicht nur geprobt, Jagdsignale sind ein ganz eigenes Kapitel, sondern zu besonderen Anlässen aufgetreten, beliebt und vielfach angefordert. Einmal im Jahr, jeweils am 3. November findet die Hubertus-Messe, ein Dankgottesdienst im Namen des Schutzpatrons der Jäger und zu Ehren der Natur und der Tiere statt, von Hans-Dieter Deja organisiert. Seine Frau Ursula (Heirat 1966) stand ihm in allen Lebenslagen bei. Gemeinsam haben sie einen Sohn und freuen sich über zwei Enkelkinder.
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