MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Regina und Horst Damm
Stolz auf das Erreichte
Krummestr. 17 15344 Strausberg
Fragt man Regina und Horst Damm worauf sie besonders stolz sind, antworten sie: Auf das, was sie erreicht haben und auf die Familie. Und dazu haben sie allen Grund, schauen sie heute auf ihr Leben zurück.
Regina Damm, am 18.09.1943 geboren, absolvierte acht Klassen der Zentralschule in Auma, bevor sie zur EOS nach Zeulenroda wechselte und dort ihr Abitur ablegte. Es folgten eine Lehre als Hundelskaufmann in Strausberg und ein Studium an der Humboldt-Universität, das sie 1969 als Dipl.-Handelslehrer und Fachlehrer für Stenografie und Maschinenschreiben abschloss. - Voraussetzung für ihren späteren Einsatz als Lehrkraft in der Kommunalen Berufsschule Strausberg. Ihr Interesse darüber hinaus galt der Kultur und dem Sport. Sie wirkte als Instrukteur für Kultur und Sport, organisierte schulische Kultur- und Sportausscheide und die Teilnahme ihres Lehrlingskabaretts auf Kreis- und Bezirksebene. 1977 wurde sie Stellvertretende Direktorin, ab1980 bis zur Wende war sie Direktorin, kündigte dann selbst und ging in die Erwachsenenqualifizierung bei einem privaten Träger in Strausberg. Hier war sie verantwortlich für die Ausbildung von Kaufleuten und zwei Jahre später in der Berliner Umschulungseinrichtung Comhard für Informatikkaufleute, Bürokaufleute und Kaufleute für Bürokommunikation. Zwei Jahre war sie von Arbeitslosigkeit betroffen, doch politisches Engagement als Stadtverordnete für die PDS und familiäres bei der Pflege des blinden Schwiegervaters und der Mutter, die einen Schlaganfall erlitten hatte, ließen die Zeit nicht lang werden. Ihren Mann Horst Damm, geboren am 05.07.1942 hatte sie einst in einem GST-Lager kennengelernt und 1967 geheiratet. Er absolvierte die 10-klassige Oberschule, lernte Dreher und arbeitete im Waggonbau Ammersdorf, bevor er für drei Jahre zur Armee ging und im Wachregiment diente. Seine Meisterausbildung und berufliche Qualifikation führten zu seinem Einsatz als Produktionsleiter im VEB Hydraulik-Maschinen in Strausberg. Gesellschaftlich aktiv war er als betrieblicher Partei- und Gewerkschaftssekretär. Die Wende und Konfrontation mit der neuen Unternehmensleitung erforderten, dass er sich neu orientieren musste. Er arbeitete zwei Jahre in einer Schlosserei, wurde danach ein Jahr arbeitslos. Stillsitzen war nicht seine Art und so nutzte er diese Zeit um für die Familie ein Häuschen zu bauen. Er erhielt ein neues berufliches Angebot und arbeitete noch zwei Jahre in einer Werbefirma, bevor er schließlich in die Rente ging. Die Eheleute freuen sich über die Entwicklung ihres Sohnes Jörg (1968 geboren), der heute ein eigenes Küchenstudio betreibt und ebenso über den beruflichen Werdegang ihrer Schwiegertochter Heike als Bilanzkauffrau. Für die 17jährige Enkeltochter wünschen sie sich eine Perspektive. Sie haben ihr Leben aufrecht, ehrlich, hilfsbereit und fleißig gelebt. Sie waren für andere da, standen sich gegenseitig zur Seite. Wenn das, bei guter Gesundheit, noch lange so bleiben könnte – das würde sie zufrieden machen.