MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Rosemarie Conrad
Schüler, Töchter, Enkel
Lehrerin
Wiesenweg 6
01594 Stauchitz OT Staucha
Fon: 03526 / 83478
Als Rosemarie Weimert wurde sie 1950 in Staucha (im heutigen Landkreis Meißen) bereits geboren, wohnt heute wieder im Haus, wo sie zur Welt gekommen war, auch wenn sie im nahen Elternhaus der Mutter aufwuchs, beruflich auch andere Gegenden Sachsens erkundete. Als Älteste von drei Geschwistern genoss sie es, das auch die Nachbarschaftskinder zu freundlichen Spielgefährten werden konnten. Die örtliche Polytechnische Oberschule (POS) besuchte sie von 1957–1967. Nach dem Abschluss der 10. Klasse wurde sie in den Lehrerberuf gelenkt, ein Metier, das ihr dann zur Berufung werden sollte. Die Ausbildung, 1970 abgeschlossen, führte sie ans Institut für Lehrerbildung in Nossen. Leubsdorf im Erzgebirge wurde zur ersten Wirkungsstätte als Unterstufenlehrerin. Ein einfaches Zimmer auf dem Dachboden wurde zur ersten eigenen Bleibe. Doch Heirat (1970, die Ehe wurde 1982 geschieden) und die Geburt von Tochter Ines (1971) führten sie bereits nach einem Jahr nach Riesa, wo sie an einer großen Polytechnischen Oberschule nun zwanzig Jahre zur Begleiterin der Schulanfänger in den Grundlagen des Lernens wurde, in einem freundlichen Kollegenkreis wirken durfte. Umso schwerer fiel es ihr, als 1992 die Umstrukturierung im nunmehr bundesdeutschen Bildungssystem die Trennung der Schularten vorsah, von der geliebten Schule Abschied zu nehmen. Sie entschied sich, in ihren Heimatort Staucha zurückzukehren, wirkte hier acht Jahre, bis auch diese Schule geschlossen wurde, und wechselte dann nach Ragewitz, wo sie bis zum Übergang in den Rentenbezug im Jahr 2013 ihren pädagogischen Aufgaben nachkam. Doch blieb immer das Bedauern, dass aus dem einstigen DDR-Bildungssystem die zukunftsweisenderen Ideen nicht übernommen werden konnten. So fiel ihr dann der Abschied vom Berufsleben nicht allzu schwer. Beim musikalischen Unterricht half und hilft sie gelegentlich noch in der Prausitzer Schule aus. Der Kontakt zu ehemaligen Kollegen, auch nach Riesa, ist geblieben. Nach der Tochter Ines folgten zwei weitere Töchter, Berit (1973) und Mandy (1978). Sieben Enkelkinder sind die Freude von Rosemarie Conrad, der die Familie im Alltag, natürlich auch bei Feiern und gemeinsamen Ausflügen stets wichtig ist. Auch die jahreszeitlichen Bräuche sind ihr nicht nur aus der Kindheit im Gedächtnis. Der Teig für den Weihnachtsstollen wird selber angerührt oder die Kuchenbleche zur Kirmes zum Bäcker gebracht. Handarbeiten gehen ihr immer noch flott von den Fingern und die Freude an der Musik wächst, wenn die Melodien eingängig sind und die Texte ihr Herz berühren.