MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Ursula Cramer

Humor – einmal feinsinnig, einmal doppeldeutig

Ursula Cramer

An der Aue 3
04552 Borna
Fon: 03443 / 852948

„Wer nicht fröhlich beginnt, kann auch nichts Fröhliches schaffen.“ Was schon der Schriftsteller Jean Paul deklamierte, gilt für niemanden besser als für Ursula Cramer. Fröhlichkeit ist ihr hervorstechendstes Charakteristikum. Obwohl es auch ihr nicht erspart blieb, versucht sie, Unerfreuliches gar nicht an sich heran zu lassen. Immer optimistisch, zeigt sie nie schlechte Laune und verfügt über Humor. Diesen deutete Siegmund Freud einst als entfernten Verwandten des Traumes und sie liebt ihn einmal feinsinnig, einmal doppeldeutig. Geboren wurde Ursula Cramer am 17.03.1954 im sächsischen Auligk.. Mutter arbeitete in der Brikettfabrik, Vater war Kraftfahrer und beide Elternteile ermöglichten ihren drei Töchtern wie drei Söhnen eine unbeschwerte Kindheit. 1959 zog die Familie nach Borna, wo Ursula Cramer von 1960/68 die Schule besuchte. Den Traumberuf der Schneiderin zu ergreifen, war ihr nicht vergönnt, wonach sie sich das Schneiderhandwerk autodidaktisch aneignete und über viele Zeugen ihrer Nähkunst verfügt. Eine Schlosserlehre absolvierte sie an der Zentralwerkstatt Regis, blieb zwei Jahre im Unternehmen und war nach Wechsel ab 1972 beim VEB Braunkohleveredlung Espenhain beschäftigt. Ihren geliebten Rolf hatte sie 1970 kennen gelernt und im Oktober 1972 geheiratet. Der Ingenieur-Pädagoge war als Lehrausbilder im Kraftwerk Thierbach beschäftigt. Seit frühester Jugend betrieb er hobbymäßig Faustball, fungierte als Trainer und konnte selbst seine Frau für diese Sportart begeistern. Ursula und Rolf Cramer wurden mit ihren Kindern Töchtern Adina und Manuela sowie mit Sohn Peter beschenkt. Viele schöne Unternehmungen gehörten ebenso wie kulturelle Höhepunkte zum Familienleben. Relevant war, im Mittel aus Liebe und strikter Konsequenz den Nachwuchs zur Selbstständigkeit zu erziehen. Letzteres passte den Kindern nicht immer. Förderlich war es allemal und heute ist Ursula Cramer stolz auf deren wunderbare Entwicklungswege. Leider verstarb ihr Ehemann Rolf 2005 nach schwerer Krankheit mit nur 56 Jahren. Lange Zeit konnte sie sich von diesem Schicksalsschlag nicht erholen, doch ihre Kinder sowie ein kleiner, aber feiner Freundeskreis fingen sie auf. Allmählich fand sie in den Alltag zurück, trifft sich einmal wöchentlich mit ihrer Spielerrunde und begrüßt jeden einzelnen Tag mit einem festen Ritual. Obwohl von allen Menschen Uschi genannt, besteht ihre täglich Amtshandlung darin, sich im Spiegel des Badezimmers mit den Worten „Guten Morgen, liebe Ursula!“ zu begrüßen. Freizeit dominiert alles, was mit Kreativität zu tun hat – egal ob mit Kindern oder Senioren – und ihr Wunsch ist es, so lange wie möglich anderen Leuten helfen zu können.
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