MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

Gesamte Liste anzeigen

Arndt und Gertrud Conradi

Erfüllte Arbeitsjahre

Arndt und Gertrud Conradi

Maurer, Baustellenleiter Säureschutzbau
Arzthelferin
Lange Dorfstr. 27
04808 Lossatal OT Watzschwitz

In dem Haus, in dem Arndt Conradi 1933 geboren wurde, welches ihm lebenslange Heimstatt wurde, darf er heute mit seiner Frau Gertrud seinen Ruhestand verbringen. Im nahen Müglenz besuchte er die Schule bis 1948, dann folgte die Maurerlehre bei der städtischen Baugesellschaft in der unweit gelegenen Stadt Wurzen. Nach zweieinhalb Jahren konnte er sie vorzeitig abschließen und dann in ersten Berufsjahren Erfahrung sammeln. 1957 wurde durch drei Ereignisse geprägt, Sohn Jürgen wurde geboren, er trat eine neue, dann langjährige Stelle beim VEB Säurebau in Leipzig an, im Herbst wurde geheiratet. Während Ehefrau Gertrud sich um Haushalt und Kinder kümmerte (1960 folgte Sohn Roland, 1965 Sohn Jens), war er auf Montage in der ganzen DDR unterwegs. Der Betrieb, später dem Spezialbaukombinat Magdeburg angegliedert, übernahm die Installation von Betriebsräumen mit erhöhten Anforderungen bezüglich Abdichtung. Arndt Conradi qualifizierte sich zum Meister der volkseigenen Industrie, arbeitete danach als Baustellenleiter, wurde Mitglied der Berufsfachkommission. Sportlich aktiv, spielte er 15 Jahre lang Fußball bei der damaligen BSG Aktivist Hohburg. Als Gertrud Langner kam sie 1934 im schlesischen Breschine-Sulau (ab 1936 Birkweiler) zur Welt, musste die Zwangsaussiedlung im Januar 1945 mit ihrer Familie erleben, der Vater blieb verschollen. Im nordsächsischen Voigtshain (bei Falkenhain) fanden sie neue Heimat, nach ersten Schuljahren in Birkweiler setzte sie in Falkenhain die Schulausbildung bis zum Abschluss der 8. Klasse 1948 fort. Dann arbeitete sie als Haushalthilfe, bis sie als angelernte Sprechstundenhilfe beim Zahnarzt für acht Jahre ihre Aufgaben fand. Nach der Heirat blieb sie bis 1969 zur Kinderbetreuung zu Hause, dann wurde sie Sprechstundenhilfe bei einem Falkenhainer Hausarzt. Als dieser starb, wirkte sie kurz in einer LPG-Sanitätsstelle, ehe sie für sechzehn Jahre bis zum Ruhestand in der Hausarztpraxis der Außenstelle des Wurzener Krankenhauses, nach 1990 von Frau Dr. Busch als Privatpraxis übernommen, ein erfülltes Berufsleben verwirklichen konnte. Neben ihren Söhnen wurde dem Ehepaar die Freude von vier Enkeln und drei Urenkeln zuteil. Während er sich um die Fische im Aquarium und im Gartenteich kümmert, war ihr jahrelang die Gymnastikgruppe wichtiger Ausgleich, auch heute, inaktiv, trifft sie sich regelmäßig mit ehemaligen Mitgliedern, kümmert sich (seit 1963) örtlich um die Kassierung der Beiträge zur Volkssolidarität und genießt mit dem Mann die fast monatlichen Busfahrten im Rahmen dieses Vereins.
Gesamte Liste anzeigen

  • Der Verlag
  • Gesichter der Regionen
  • VWM-Info
  • Menschen und ihre Gesichter
  • Suche
  • Ihre Empfehlung
  • Unser Anliegen
  • Kontakt
  • Impressum
  • Datenschutz