MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Rita und Günter Böhme

Vier großartige Töchter bescherten reizende Enkelkinder

Rita und Günter Böhme

Textilfacharbeiterin
Kraftfahrer
07926 Gefell

Rita Böhme wurde am 25.02.1958 in Hirschberg geboren, ihr Mann Günter am 30.04.1952 in Plauen. Aufgewachsen im Grenzgebiet von Gebersreuth, war es dem jungen verliebten Paar nur vergönnt, sich regelmäßig zu sehen, da auch sie im Grenzgebiet wohnte. In dieser Konstellation war ein Passagierschein nicht nötig. Nach Klasse 10 absolvierte Rita Böhme am Bekleidungswerk Tanna eine Lehre zum Kleidungsfacharbeiter für Kinderbekleidung und heiratete als erste der Klasse noch während der Ausbildung 1976. Nach Geburt ihrer ersten Tochter begann sie als Helferin in der Kinderkrippe von Schleiz – dem Ort, in welchem die jungen Leute auch wohnten. Anschließend wechselte Rita Böhme an einen Baubetrieb und bewirtschaftete danach eine Kantine. Einen Passagierschein ins Grenzgebiet zu bekommen, war noch immer aufwendig und dauerte lange. Um den Eltern nahe zu sein, zogen Böhmes nach Hirschberg zurück und eine neue Beschäftigung fand Rita Böhme als Reinigungskraft in einem Kindergarten, der nach der Wende geschlossen wurde. Unterkriegen ließ sie sich nicht und fand ihren neuen Arbeitsplatz 1993 wiederum als Aufwartefrau bei der Raiffeisenbank, welche bis heute ihr Arbeitgeber geblieben ist. Günter Böhmes Vater war als Einsatzleiter beim Kraftverkehr Schleiz beschäftigt. Dort absolvierte auch der Sohn eine kombinierte Lehre zum Kfz-Schlosser und Berufskraftfahrer. Er begann mit der Beförderung von Möbeln und als Neubaugebiete aus dem Boden schossen, übernahm er Erd- und Materialtransporte. 1971 zur Armee eingezogen, setzte er seinen Weg ab 1973 als Kraftfahrer fort, wechselte 1974 zur Bezirksdirektion für Straßenwesen nach Gera und gehörte in diesem Rahmen der Baubrigade von Schleiz an. Diese wurde nach der deutschen Vereinigung aufgelöst, doch auch Günter Böhme kämpfte und ging für ein Jahr zu einer Transportgesellschaft nach Hof. Anschließend baute er Fernverkehrsstraßen und Gewerbegebiete mit auf und hatte nur am Wochenende die Möglichkeit, mit seiner Familie zusammen zu sein. 1999 wurde die Firma zahlungsunfähig. Günter Böhme nutzte die Chance, zu seinen Wurzeln zurück zu kehren, arbeitete als LKW-Fahrer für ein Großhandelsunternehmen und war ausschließlich in Nachtarbeit tätig. Seit 2015 Rentner, musste sich sein Biorhythmus allmählich wieder umstellen, doch ein paar Stunden monatlich arbeitet er noch immer für diesen Betrieb. Böhmes Töchter Sina, Daniela, Dominique und Messalina bewohnen Eigenheime ganz in der Nähe der Eltern. Damit die Muttis arbeiten gehen können, betreuen Rita und Günter Böhme gern und oft ihre Enkel und in so fantastischer Familie fühlt sich jeder bestens aufgehoben.
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