MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Günter Böhle

Das Ziel formt den Weg

Günter Böhle

Matrose, Polizist, Selbstständiger
Am Güterbahnhof 5
04749 Ostrau

OstrauFon: 034324 / 23423

Günter Böhle wurde am 22.12.1951 in Görlitz geboren. Er wuchs ohne Vater auf, da dieser sich um die Zeit seiner Geburt bereits in die damalige BRD abgesetzt hatte. „Er hatte als Soldat bei der Waffen SS gedient und musste dadurch befürchten, nachträglich noch inhaftiert zu werden“, berichtet Günter Böhle, der seinen Vater erst nach der Wende persönlich kennenlernte und trotz der vielen Jahre des Verlustes Achtung und Verständnis vor dessen Lebensweg zeigt. Seine Mutter, bei der er die Kindheit verlebte, arbeitete als Hilfsarbeiterin in verschiedenen Produktionsbetrieben, während ihre Jugend zuvor von der schweren Erkrankung TBC geprägt war. Günter Böhle umschreibt seine von 1958–1968 währende Schulzeit im sächsischen Niederstriegis und Ebersbach als eine Zeit voller Gemeinschaftsgefühl, Toleranz, Respekt und Disziplin. „Meine Freizeit verbrachte ich in der BSG Chemie Niederstriegis, wo ich bis zur Kreisliga Handball spielte. Auch im Fanfarenzug habe ich mich engagiert. Mit 15 Jahren durfte ich dann sogar den Traktor Führerschein machen“, schmunzelt Günther Böhle. Nach Beendigung der Schule begann er – inspiriert von einem älteren Freund – eine Matrosenlehre bei der DSR in Rostock und fuhr drei Jahre zur See, unter anderem auf dem großen Ausbildungsschiff „Georg Büchner“. Von 1972–1975 leistete er seinen Wehrersatzdienst bei der Bereitschaftspolizei in Leipzig und heiratete im Anschluss seine damalige Frau, von der er heute geschieden ist. Mit Peggy (*1976) und Axel (*1979) bekam das Paar zwei gemeinsame Kinder. Von 1975–1988 arbeitete Günter Böhle bei der Verkehrspolizei in Döbeln, von 1988–1991 als Wirtschaftsleiter im Pflegeheim Technitz. „In dieser Zeit nach der Wende habe ich beruflich auch noch einmal viel Neues ausprobiert“, erzählt er und machte sich 1991 auf dem Gebiet der Werbung selbstständig. 1995 erwarb er parallel ein Mehrfamilienhaus und baute dieses aus. Davon inspiriert, sanierte er mit einem Partner von 1999–2001 eine weitere Immobilie in Döbeln und vermietete diese anschließend ebenfalls. „Mittlerweile haben wir alle Kredite getilgt“, sagt Günter Böhle stolz. „Ich habe mir immer wieder Ziele gesetzt und voller Überzeugung versucht, diese zu erreichen. Manchmal musste ich dafür auch ein paar Opfer bringen“, resümiert er. Seine Freizeit verbringt er heute am liebsten in seinem Garten. Die Natur beschreibt er als eine besondere Quelle dafür, Kraft zu tanken. Für die Zukunft wünscht sich Günter Böhle, der sich auch als einen sehr humorvollen Menschen charakterisiert, vor allem Gesundheit und persönliche Glücksmomente, aber auch eine Welt, in der es sich friedlich und von der menschlichen Vernunft gesteuert leben lässt.
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