MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Erika und Wolf-Dieter Bäß
“Von Ruhe kann man nur träumen.“
Chemie-Ingenieur und Fachingenieur für
Arbeitsgestaltung i. R.
Berufssoldat und Dipl.-Rechtswissenschaftler i. R.
08062 Zwickau
„Das Leben ist ein ewiger Kampf und von Ruhe kann man nur träumen.“ Den großen Lebenskampf müssen Erika und Wolf-Dieter Bäß nicht mehr führen. Von Ruhe jedoch kann bei den energiegeladenen Pensionären nicht die Rede sein.
Erika Bäß, geboren am 03.12.1939 in Braunschweig, ist mit Gartenarbeit, Englischlernen, Sport und Lesen beschäftigt. Ehemann Wolf-Dieter, geboren am 13.04.1939 in Göttingen, war Leichtathlet und Judoka, betrieb seit 1978 Marathon und nahm an zahllosen Läufen teil. Er ist Vorsitzender seines Kleingartenvereins sowie geprüfter Pflanzendoktor und agiert ehrenamtlich als Gartenfachberater im Stadtverband der Kleingärtner. Gemeinsam mit seiner Frau ist er Mitglied im Erzgebirgszweigverein Zwickau.
Kennen gelernt hatte die frühere Rettungsschwimmerin ihren Wolf-Dieter in einem Ferienlager in Trassenheide. Nach der Hochzeit 1961 erblickten ihre Kinder Ralf, Kathrin, Ingo und Heide das Licht der Welt. Zusammen mit ihren Partnern, erfreuen sieben Enkel sowie zwei Urenkel die Eheleute.
Erika Bäß nutzte bei der Gestaltung des anstrengenden Privat- und Berufslebens ihr Durchsetzungs- wie Umsetzungsvermögen und war dabei stets aufgeschlossen, freundlich und hilfsbereit. Die Oberschule beendete sie mit Abitur, absolvierte ein Praktikum im Landwirtschaftlichen Institut und erhielt 1962 ihren Studienabschluss als Chemie-Ingenieur. Bis 1967 pausierte sie für die Kinder, stieg als Technologin an den Grubenlampenwerken Zwickau ins Berufsleben ein, wechselte 1977 zu ISIS-Chemie und nahm ein Fernstudium zum Fachingenieur für Arbeitsgestaltung auf. Bis zum Jahre 2000 war sie für dieses Unternehmen weit über die Wende hinaus tätig.
Wolf-Dieter Bäß begab sich nach dem Abitur an die Offiziersschule Großenhain und beschritt seinen Weg als Berufssoldat. Zu den persönlich wichtigsten Stationen gehörten Einsätze in Prenzlau, Potsdam und Zwickau sowie sein 1981 beendetes Fernstudium als Dipl.-Rechtswissenschaftler. Vor der deutschen Vereinigung 1989 hatte er schon die Armee im Range des Oberstleutnants sowie in der Funktion des Stabschefs beim Wehrkreiskommando Zwickau verlassen. Gleichen Jahres begann er als Abteilungsleiter „Sicherheit“ am Grubenlampenwerk, wechselte 1990 an die Agentur für Sicherheitstechnik und Personenschutz und gründete 1992 eine eigene Firma in der er als Geschäftsführer tätig war. 1993, nach Besitzerwechsel durch den Großkonzern „Vorwerk“, avancierte er zum Betriebsleiter des Teilbetriebes Hectas – einer Firma für Gebäude- und Sicherheitsdienste – und begab sich 2001 in den Ruhestand. Erfolgsgarant des Akademikers waren seine eigenen Worte: „Logik und Organisation ist die Grundlage für erfolgreiches Handeln.“
Erika und Wolf-Dieter Bäß freuen sich über das Glück ihrer Ehe, Familie sowie ihren Freundeskreis und werden von Ruhe wohl noch ein weiteres Weilchen nur träumen. Dafür sorgen die vielen Verpflichtungen sowie ihr Schäferhund „Hero“.