MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Dr. agr. Hubert Bähr

Wissensdrang und eine glorreiche Karriere

Hubert Bähr

Dipl.-Agrar-Ingenieur-Ökonom,
Dozent und Forstmeister i. R.
07926 Gefell

Kraft, Ausdauer, Energie und nicht enden wollendem Wissensdrang hat er seine glorreiche Karriere zu verdanken. Hubert Bähr wurde am 07.05.1936 in Blindendorf geboren. Nach der Schule ergriff er eine Lehre zum Landwirtschaftsfacharbeiter, holte die 10. Klasse nach und widmete sich einem Fernstudium zum Feldbaumeister. 1954 legte er die Jagdeignungsprüfung ab, erhielt nach zweitem Fernstudium den Abschluss als Rinderzuchtmeister und arbeitete bis 1960 im elterlichen Landwirtschaftsbetrieb. Die Eheschließung erfolgte 1957 mit Ursula Müller, Wirtschaftskauffrau aus Frössen. 1963 war ein Fernstudium zum staatlich geprüften Landwirt beendet. Schon seit 1960 an der LPG Blindendorf tätig, avancierte er zum Vorsitzenden und wurde, um für Aufschwung zu sorgen, 1964 als Vorsitzender an die LPG Frössen delegiert. Ein Hochschulstudium in Meißen machte ihn zum Dipl.-Agrar-Ingenieur-Ökonom. Ein Leitungspraktikum folgte ebenso wie sein Einsatz beim Rat des Kreises, bei welchem er innerhalb der Abteilung Landwirtschaft als Stellvertreter für den Bereich Aus- und Weiterbildung fungierte. 1972 übernahm Hubert Bähr den stellvertretenden Vorsitz der Agrarwissenschaftlichen Gesellschaft Schleiz sowie ein Jahr später den Bereich „Landwirtschaftliche Produktion“. Ein Zusatzstudium schloss er als Fachingenieur für sozialistische Betriebswirtschaft ab, begann 1973, sich seiner außerplanmäßigen Aspirantur an der Martin-Luther-Universität in Halle zu widmen und nahm 1976 an der Landwirtschaftlichen Jagdschule Zollgrün die Lehrtätigkeit auf. Nebenberuflich agierte Huber Bähr als Fachberater für Äsung und Biotopverbesserung, war von 1978/80 Vorsitzender der Sektion Agrarwissenschaften im Kreisvorstand der Urania und erhielt 1979 seinen Dr. agr. – gekrönt mit dem Prädikat „magna cum laude“. Im Anschluss wurden ihm die Dienstbezeichnungen Oberförster wie Forstmeister verliehen. 1981 lang das Fernstudium der Fachschulpädagogik hinter ihm. Er war als Gastlektor in Bayern und Österreich unterwegs und durfte gleichen Jahres seine Berufung an die Arbeitsgemeinschaft für Jagd- und Wildforschung der Akademie der Wissenschaften entgegen nehmen. Nochmals 1981 delegierte man ihn an die Ingenieurschule für Forstwirtschaft Schwarzburg, wo man ihn mit der Ausbildung für Fachingenieure für Wildbewirtschaftung – eine neue Ausbildungsform – betraute. Dr. Bähr übernahm die Leitung der Außenstelle der Forstingenieurschule Scharzburg in Zollgrün, unterrichtete als Gastlehrer und wurde 1985 zum Fachschuldozent berufen. 1991 war er Gründungsmitglied der AG für Wildtier- und Jagdforschung und begab sich, um seine kranke Mutter zu pflegen, 1992 in den Vorruhestand. Dr. Bähr veröffentlichte wissenschaftliche Artikel, wurde zum Mitautor zweier Fachbücher und durfte während jeder Berufsstation Ehrungen und Auszeichnungen empfangen. Und Grund dafür waren und sind Kraft, Ausdauer, Energie und ein nicht enden wollender Wissensdrang.
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