MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Horst Büsing
Prädikat „sehr gut“ – auch für sein Leben
Freier Mitarbeiter und
Dipl.-Betriebsführer i. R.
Dore-Hoyer-Str. 2
01069 Dresden
Fon: 0351 / 4955595
Horst Büsing, geboren am 12.01.1933 in Hannover, führte ein ebenso bewegtes wie sehr erfolgreiches Leben und berichtet anschaulich über Ereignisse aus über acht Jahrzehnten. Seine Mutter starb, als er gerade 1 ½ Jahre alt war. Vaters zweite Ehe mit seiner Stiefmutter wurde später geschieden.
Von 1941 kam er für acht Monate zur Kinderlandverschickung nach Österreich und erlebte die schönste Zeit seiner Kindheit. Nach nochmaliger Kinderlandverschickung 1942 musste er 1943 zum Gau Südhannover-Braunschweig in eines der größten Lager mit 300 Jungen. 1945 wurde er Hauptjungzugführer, gleichzeitig Stellvertreter des Lagerleiters und führte die Jungen. Im April gleichen Jahres von den Amerikanern überrannt, musste er im Dienste dieser Arbeit verrichten.
Nach dem Krieg beendete Horst Büsing die Schule mit dem Prädikat „sehr gut“ und schloss die folgende Kaufmannslehre mit gleichem Prädikat ab. Nach der Ausbildung begab er sich zum Vater zurück und baute im stark zerbombten Hannover mit ihm und seiner Schwester unter schwierigsten Bedingungen im eigenen Garten ein Häuschen.
Er begann als Verkäufer für Lebensmittel, wechselte in den Verkauf von Motorrollern und entschied sich danach, Straßenbahnschaffner zu werden. Als Vertrauensmann der Gewerkschaft, galt er mit 28 Jahren ebenfalls als jüngster Betriebsrat seit Bestehen des Unternehmens – seit Bestehen der Straßenbahn in Hannover.
Seinen Weg beschritt Horst Büsing des weiteres als Verkaufsfahrer bei einem Getränkegroßhandel. Guter Verdienst ermöglichte es ihm 1965, gemeinsam mit seiner Frau Renate sowie seinen Kindern Gaby, Stefan, Christof, Oliver und Alexander in Burgdorf ein Reihenhaus zu beziehen.
Der Kaufmann begab sich für die Brauerei Kropf als Außendienstler in die Selbstständigkeit, bastelte weiter an seiner Karriere und zog 1991 mit seiner Frau nach Meißen. Aufgabe war es, die Schwerter-Brauerei, die älteste Privat-Brauerei Sachsens, neu aufzubauen. Er warb zahllose Kunden, schloss langfristige Verträge, baute nebenbei das Schützenwesen auf und tat alles dafür, die Firma gut zu etablieren.
Durch das Hochwasser 2002 verlor die Brauerei extrem viele Kunden und Geld, war vorübergehend geschädigt, doch gibt es die Brauerei heute noch. Bis 2010 führte Horst Büsing Besucher durch die Brauerei und setzte sich 2011 nach schwerer Operation endgültig zur Ruhe. Schon zu seinem 70. Geburtstag wurde ihm der höchste Brauereiorden verliehen. Nebenher hatte er Rumtöpfe angesetzt und durfte den Titel „König der Rumtöpfe“ tragen.
Auch war er früher als 1. Vorsitzender des Polizei- und Hundesportvereins als bester Hundeführer und -trainer von Niedersachsen bekannt und hegte eine enge Freundschaft mit dem Prinzen von Hannover.
Nach dem Tod seiner Frau heiratete er im 2001 seine zweite Frau Reni und lebt mit ihr, Kindern und Enkeln in vollkommener Zufriedenheit.