MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Monika Böhle

Engagierter Schritt in die Selbständigkeit

Monika Böhle

Kosmetik und Friseurbedarf
Bahnhofstraße 1a
04720 Döbeln
Fon: 03431 / 571912

Als Einzelkind kam Monika Böhle 1954 in Döbeln zur Welt, wurde teils im Friseurgeschäft des Onkels, in dem die Mutter angestellt war, groß. Doch die Mutter riet vom daraus entstandenen Berufswunsch ab, heute jedoch ist sie mit dem eigenen Geschäft branchennah zu Gange. Im Stadtteil Zschackwitz besuchte sie die ersten beiden Klassen der Polytechnischen Oberschule, wechselte dann jedoch auf die Schlossbergschule in eine Klasse mit verstärktem Russischunterricht. Nach der 8. Klasse folgte der Übergang zur Erweiterten Oberschule, doch verzichtete sie auf die Abiturstufe und schloss 1970 mit der 10. Klasse ab. Sie wollte raus, Neues kennenlernen und so war das Internat der Schuhfabrik Großharthau in der Oberlausitz, wo sie das erste Jahr ihrer Ausbildung verbrachte, erst einmal ein spannender Ort. Der VEB Vereinigte Hausschuhwerke Hartha wurde dann die erste Station beruflichen Wirkens. Hier erwarb sie den Facharbeiterbrief, wurde zum Studium an die Fachschule in Weißenfels delegiert (1972–1975) und anschließend als Technologe eingesetzt. Nach dem Babyjahr, 1976 wurde ihre Tochter geboren, wechselte sie in den Bereich Handel und Versorgung beim Rat des Kreises, kümmerte sich um die Arbeiterversorgung mit den eigenen Küchen der im Kreis Dübeln vorhandenen Betriebe und Absicherung der Schulspeisung. Hier wurden ihr die Engpässe sozialistischer Planwirtschaft erstmals deutlich. 1983 ging die Verantwortung für die Schulspeisung an die Staatliche Handelsorganisation (HO) über, bis 1989 arbeitete Monika Böhle nun in deren Verantwortungsbereich. 1989 folgte eine kurze Station bei der Einkaufs- und Liefergenossenschaft des Friseurhandwerks, doch mit dem Aus für die DDR änderten sich die Strukturen, sie fand bei der Deutschen Post bis 1992 Arbeit und Verdienst. Von Arbeitslosigkeit bedroht, konnte sie in einem Lehrgang für kaufmännische Anpassung die Modalitäten marktwirtschaftlicher Prozesse hinzulernen. Im neuerrichteten Kaufhaus fand sie von 1994–2006 Aufgaben im Verkaufsbereich, engagierte sich als Vorsitzende des Betriebsrates. Dann wäre sie wieder ein Fall für die Arbeitslosenstatistik geworden, hätte sie nicht in einem Geschäft für Kosmetik und Friseurbedarf als Aushilfe arbeiten können. Wenig später übertrug ihre Vorgängerin ihr den Laden, den sie seitdem erfolgreich und selbständig führt. Von 1975–1999 war sie verheiratet. Aus der Ehe gingen eine Tochter und ein Sohn hervor.
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