MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Evelin Butzkies
Ihre Berufszeit als Lehrerin war wunderschön
Lehrerin
99510 Ilmtal-Weinstraße OT Pfiffelbach
Schon als kleines Mädchen wollte Evelin Butzkies aus dem thüringischen Pfiffelbach, heute Ortsteil der Verwaltungsgemeinschaft Ilmtal-Weinstraße, Lehrerin werden. Sie selbst hatte gute Lehrer, die sie geprägt haben. „Meine Berufszeit als Lehrerin war wunderschön“, zieht die Mutter einer Tochter (Katja, geboren 1975, Psychologin im Berufsbildungswerk Erfurt, wohnt mit Mann und Kindern in Liebstedt) und Oma von drei Enkelkindern ihre ganz persönliche Bilanz. Evelin Butzkies, geboren 1948 in Liebstedt, ist seit 1971 glücklich verheiratet mit ihrem Mann Frank-Jürgen (gelernter Automateneinrichter im Uhrenwerk Apolda, später Schwermaschinenbau Weimar). Nach dem Abschluss der 10. Klasse machte Evelin Butzkies am Institut für Lehrerbildung (IfL) in Weimar ihre dreijährige Ausbildung zur Unterstufenlehrerin. Sie wählte die Spezialisierung Kunsterziehung und Werken (in Kombination mit Musik wäre ihr lieber gewesen, gab es aber nicht). Sie durfte danach an ihre alte Schule (Polytechnische Oberschule Pfiffelbach, mit Schulteilen in neun verschiedenen Dörfern, u. a. auch Liebstedt) nach Liebstedt zurückkehren – auf Wunsch ihres Direktors – und ab 1967 einige Jahre unterrichten, meistens die dritten Klassen. Das Verhältnis zu den Eltern der Kinder war sehr gut, erklärt Evelin Butzkies. 1985 ging sie nach Pfiffelbach und unterrichtete auch auf anderen umliegenden Dörfern, unter anderem in Willerstedt und Oberreißen. Evelin Butzkies war auch Klassenleiterin – bis zur Wende arbeitete sie in Pfiffelbach im Schuldienst. Nach der Wende war sie als stellvertretende Schulleiterin der Grundschule in Pfiffelbach tätig, danach als Chefin, zunächst übergangsweise, daraus wurden 17 Jahre – bis zum Eintritt in die Pension als Beamtin. 2009 ging Evelin Butzkies mit 61 Jahren in Rente. Sie war sehr gerne Lehrerin, absolvierte noch ein Zusatzfernstudium im Fach Musik und schloss mit einem Diplom ab. Für das Fach Ethik, das sie nach der Wende sehr interessierte, erhielt Evelin Butzkies eine Unterrichtserlaubnis. Sie wollte als Schulleiterin stets, dass es den Schülern und auch den Kollegen gut geht. Das zu schaffen in einer Leitungsfunktion und noch zu unterrichten, war nicht immer einfach. Evelin Butzkies bewies immer viel Geduld und bezeichnet diese Gabe als ihre besondere Stärke. Stets hatte sie Unterstützung von ihrem „Herzblatt“, wie sie Ehemann Frank-Jürgen liebevoll nennt. Beide leben gerne in ihrer Heimat Thüringen und wünschen sich Gesundheit und Frieden für die gesamte Familie. Stolz sind sie auf Tochter Katja und deren Familie. Der Schwiegersohn leitet heute übrigens die Geschicke in der Staatlichen Regelschule Pfiffelbach. Vergleicht Evelin Butzkies beide Schulsysteme vor und nach der Wende, so versichert sie klar und deutlich, dass es zu DDR-Zeiten einen „roten Faden“ gab, was Lehrpläne, Organisation usw. betrifft. Die Kinder konnten sich strukturierter orientieren. Das sei für die Mädchen und Jungen hilfreicher gewesen.