MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Beate und Manfred Bündig
Die Margarethenmühle sollte unvergesslich bleiben
Friseurin i. R.
Stellmacher i. R.
Reinsdorf 15 c
04736 Waldheim
Die „Margarethenmühle“ – eine geschichtsträchtige Gaststätte, die als eine von wenigen noch heute existiert – sollte für die Eheleute unvergesslich bleiben. Dort lernten sie sich einst beim Tanz kennen. 1963 ist das Jahr ihrer Hochzeit und liegt nun schon weit über 50 Jahre zurück – Jahre voller Liebe, Achtung, gegenseitigem Vertrauen und Rücksichtnahme.
Beate Bündig wurde am 21.02.1942 in Hermsdorf geboren. Die Eltern bescherten ihren beiden Mädchen eine schöne Kindheit, doch ihre Schwester war 10 Jahre älter und Nesthäkchen Beate war eindeutig Papas Liebling.
Sie spielte mit dem Gedanken, nach der Schule Friseuse zu werden. Bei Friseurmeister Rädle sollte ihr Wunsch mit einer guten Ausbildung in Erfüllung gehen und ihr ganzes Berufsleben lang blieb sie ihrem Traumberuf treu. Nach der Lehre begann sie in der Produktionsgenossenschaft „Central“ in Döbeln. 1974 zog sie mit Mann und Tochter Ramona in das Haus ihres Schwiegervaters und begann bei Privatfriseur Apel in Waldheim. Nach dem Tod des Chefs wurde der Friseursalon wiederum von einer Produktionsgenossenschaft des Handwerks übernommen und dort ist Beate Bündig bis 1993 geblieben.
Manfred Bündig erblickte das Licht der Welt am 06.04.1937 in Deutschhammer/Schlesien. Vertreibung ruft noch immer schlimmste Erinnerungen wach und überflüssigerweise verlor die Familie während der Flucht ihre gesamten Ausweispapiere. Nach langer Odyssee fand die Familie eine neue Unterkunft in Reinsdorf, wo er die Schule besuchte und ins Handwerk einsteigen wollte. Die Ausbildung zum Stellmacher absolvierte er im Privatbetrieb Koch und genoss nicht nur eine sehr fundierte Lehre bei einem großartigen Meister, sondern galt als Bester aller Lehrlinge.
Berufsstationen folgten in einer Stuhlfabrik sowie einer Gießerei und für 24 Jahre fand er die schönste Arbeitsstelle als Mühlenbauer.
Einen Wechsel vollzog Manfred Bündig 1987 als Betriebshandwerker der Klappstuhlfabrik, welche nur wenige Jahre später wendebedingt geschlossen wurde. Die Folgezeit überbrückte er u. a. als Paketzusteller oder Hausmeister. Nun sind Beate und Manfred Bündig schon lange zufriedene Rentner.
Sie bewahrt sich ihre geistige Beweglichkeit durch Rätseln und empfindet die gemeinsame Zeit mit ihrer kleinen Urenkelin Lara als pures Glück. Er hat als Hundesportler und -züchter in den Tieren seine große Passion gefunden. Er besaß ausnahmslos Deutsche Schäferhunde und darf derzeit den 14. Schäferhund sein eigen nennen.
Fernreisen zu unternehmen, ist aus gesundheitlichen Gründen leider nicht mehr möglich und somit genießt das freundliche Ehepaar, das mit allen Menschen gut auskommt, sein Häuschen und vor allem eine in Harmonie vereinte Familie.