MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Ulrich Busch

Täler und Höhenflüge in einem 50-jährigen Arbeitsleben

Ulrich Busch

Diplom-Ingenieur (FH)
08321 Zschorlau

Im ostpreußischen Insterburg ( heute Kaliningrader Gebiet ) wurde er 1944 als Ulrich Freudenreich geboren. Auf der Flucht vor Kriegswirren kam er 1945 als Kind und ohne Mutter in Aue/Sachsen an. Den Vater lernte er nie kennen. Drei Jahre verbrachte er im Kinderheim in Aue. Die Familie Busch nahm sich des Kindes an und adoptierte ihn und zog ihn mit viel Liebe und Sorgsamkeit auf. Die Kindesmutter wohnte nach dem Krieg in der BRD/Niedersachsen und der Vater blieb unbekannt. Familiäre Kontakte zur Mutter kamen auch nach der Wende nicht zustande. In Albernau (heute Ortsteil von Zschorlau) besuchte er die Grundschule bis zur 8. Klasse und erlernte nachfolgend den Beruf eines Maschinenschlossers im VEB Blema (Blechbearbeitungsmaschinenwerk )Aue. Die SDAG Wismut (Sowjetisch-Deutsche-Aktien-Gesellschaft) Wismut gewann den jungen Schlosser für den Uranbergbau. Ulrich Busch konnte die Mittlere Reife nachholen und im Maschinenbaufernstudium 1972 den Abschluss als Maschinenbauingenieur (FH ) erwerben. Nach diesen Abschluß arbeitete er als Erprobungs – und Testingenieur im Wissenschaftlichen-Technischen Zentrum der SDAG Wismut und war im operativen Bergbau tätig. Entsprechende staatliche Auszeichnungen wurden ihm zuteil. Als Wirtschaftskader eingestuft, übertrug man ihm leitende Funktionen in fachfremden Betrieben . Vom Leiter eines Sägewerkes und als Direktor eines fischverarbeitenden Betriebes wurde er 1987 zum Direktor des Großhandelsbetriebes WTB ( Waren täglicher Bedarf ) nach Karl Marx Stadt – Betrieb Schwarzenberg berufen. Dieser Handelsbetrieb nachfolgend HANKO genannt, in der als Geschäftsführer tätig war, wurde von 1991 bis 1993 durch die Treuhand abgewickelt und beendet. Das Tal der Arbeitslosigkeit lernte er 1994/95 kennen. 1995 fand er bei einer intern. Spedition als Verkaufsleiter und Leiter für Standortsicherung und Qualitätsmanagement spannende Aufgaben. Sein beruflicher Weg führte ihn nach USA, Mexico und Russland, wo er bis zum Jahre 2014 noch freiberuflich als Berater tätig war. Zu DDR-Zeiten durfte Herr Busch aus Gründen der militärischen Sicherheit nicht in seine einstige Heimat reisen, um nachzuforschen, wo sein Vater abgeblieben war. Nach dem Jahr 2000 war Kaliningrad teilweise sein Arbeitsort. Trotz erfolgter Nachforschungen gab es keine Ergebnisse. Er war Mitglied im Deutsch-Russischen Wirtschaftsausschuss Ost und Berater der Kreditbank für Wiederaufbau (KfW) und des sächsischen Wirtschaftsministerium. Der Vater eines Sohnes und Tochter sowie Großvater ist seit 1972 mit Frau Irene, einer Lehrerin, verheiratet. In seiner Jugend widmete sich Ulrich Busch dem Sport und erlernte das Ringen und sammelte Erfolge bis zum DDR – Vizemeister im Freien Ringkampf. Mit der Mannschaft von der BSG Wismut Aue wurde er mehrmals DDR Meister. Nach der Wende war er über mehrere Jahre als Vizepräsident eines Sportvereines ehrenamtlich tätig. Im Auftrag des DRB betreute er die Nationalmannschaft Deutschland (Freier Ringkampf ) im Olympia – Zyklus 2000 bis 2004 als Mannschaftsleiter in den östlichen Ländern wie Russland, Usbekistan und Ukraine.
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