MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Klaus Burmeister
Ruhe bewahren und alles aufs richtige Gleis bringen
Zum Ziegenhals 8
18273 Güstrow
Klaus Burmeister, geboren am 7.9.38 in Rostock verbringt seine Kindheit in Güstrow, wohin seine Mutter mit ihm und der Schwester zieht, nachdem sein Vater im Krieg gefallen ist. Da seine Mutter Arbeit hat, ist es die Oma, die sich die meiste Zeit um ihn kümmert. Sie wohnen direkt am Bahnhof und Klaus Burmeister ist fasziniert von den Zügen. Lokführer möchte er werden, aber Oma und sein Klassenlehrer reden ihm zu, eine Lehre als BuV-Eisenbahner zu machen. Nach der dreijährigen Ausbildung arbeitet er auf mehreren Stellwerken als Fahrdienstleiter. In der Abendschule macht er sein Abitur nach und wird dann zum Direktstudium im Industrieinstitut delegiert. Nach dreieinhalb Jahren schließt er mit Diplom ab, und mit einem weiteren Fernstudium der Pädagogik ist er Ingenieurpädagoge. Damit ist er qualifiziert um auszubilden und wird Abteilungsleiter Berufspraktische Ausbildung an der Bahnbetriebsschule Schwerin. Durch seine ruhige offene Art, Ehrlichkeit, Besonnenheit und Sachlichkeit bei Auseinandersetzungen ist er bei Auszubildenden und Kollegen sehr anerkannt und erhält mehrere Auszeichnungen. 1985 wechselt er an die Bahnbetriebsschule Güstrow und wird dort drei Jahre später stellvertretender Direktor. Dort unterstehen ihm die Bereiche: Nichttechnischer Lehrobermeisterbereich, Maschinenausbildung und Polytechnik. Er ist verantwortlich für drei Lehrobermeisterbereiche und 32 Lehrmeister. Nach der Wende sitzt er als Vertreter der Deutschen Reichsbahn in einer europäischen Arbeitsgruppe, die einheitliche Richtlinien für die Grundausbildung bei den Europäischen Bahnen entwickeln sollte und ist Ausbildungsleiter der Deutschen Bundesbahn. Zwei Jahre später geht er in den Vorruhestand und kann sich nun ganz seinen Hobbys widmen: Ahnenforschung, Kleingartenverein - in dessen Vorstand er als Schriftführer ist - und vor allem hat er jetzt mehr Zeit für seine Familie. Stolz ist er auf seine vier Kinder, die alle Berufe bei der Bahn gelernt haben, und für seine sieben Enkel ist er ein heiß geliebter Opa. Am liebsten aber verbringt er seine Freizeit mit seiner Frau Karin. Er möchte mindestens noch die goldene Hochzeit erleben, und nach den unzähligen Bahnreisen mit ihr eine Schiffsreise auf der Donau oder auf dem Rhein machen.