MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Helga Burkhardt

Neue Herausforderungen angenommen

Helga Burkhardt

Facharbeiterin für Rinderzucht
BGL-Vorsitzende

99867 Gotha

Helga Burkhardt kam am 10.08.1948 im thüringischen Mühlberg zur Welt. Ihr Vater war als CDU Bürgermeister an verschiedenen Orten tätig, so dass Helga in Seebergen eingeschult wurde und später bis zur 10.Klasse in Waltershausen den Unterricht besuchte. Auf Wunsch des Vaters, den sie als ihr Vorbild bezeichnet, erlernte sie im Anschluss bei der LPG Friemar den Beruf Melkerin und schloss ihre zweijährige Ausbildung als Facharbeiterin für Rinderzucht ab. Sie übte ihren Beruf mit viel Hingabe und Liebe zu den Tieren aus. Während der Lehre wurde sie zum Heimaktivleiter gewählt. In der Berufsschule wurde sie Schulaktivleiter und damit für die Belange der Lehrlinge Ansprechpartner und Vertreter. Nach der Lehrlingszeit wurde sie als Brigadier von fünf Mitarbeitern in einem Stall mit 90 Kühen eingesetzt. Außerdem wurde sie in den Vorstand der LPG berufen. Helga arbeitete daraufhin für weitere 2,5 Jahre in ihrem Lehrbetrieb, bevor sie nach Mühlberg zog. Hier war sie für ein Jahr in der LPG tätig und traf nach einer gescheiterten Ehe ihre Jugendliebe Gerhard wieder, der zu der Zeit stellvertretender Bürgermeister in Waltershausen und Stadtrat für Landwirtschaft war. Das Paar heiratete 1971. Noch im gleichen Jahr wurde Sohn Maik geboren. Nach drei Jahren Erziehungszeit kehrte Helga Burkhardt nicht zurück in die Landwirtschaft, sondern arbeitete von 1974–1976 bei Gotha Druck. „Ich war dort als Maschinenarbeiterin angestellt und habe Zigarrenschachteln gefertigt“, erzählt sie. Helga Burkhardt besuchte für 1,5 Jahre die Gewerkschaftsschule und war im Anschluss bis 1989 hauptamtliche BGL-Vorsitzende ihres Betriebes. Danach wechselte sie in den Kreisvorstand des FDGB Gotha als Sekretär für Frauen. Im Zuge der Wende und nach einer Erkrankung ersetzte sie anfänglich den Gebietsstellenleiter LNF, bevor 1990 die Gewerkschaft komplett umgestaltet wurde. Helga Burkhardt wurde als Mitarbeiterin in die neu gegründete Geschäftsstelle GGLF (Gewerkschaft Gartenbau, Landwirtschaft und Forst) übernommen und arbeitete fortan bis 1994 in Erfurt. Aufgrund von Umstrukturierungen im GGLF-Bereich wurde sie im Anschluss für zwei Jahre aus ihrem bisherigen Tätigkeitsfeld herausgelöst und als Mitarbeiter TGS in einen Verein für den zweiten Arbeitsmarkt delegiert, für den sie ABM Stellen ausgearbeitet und Weiterbildungen organisiert hat. Nach weiteren zwei Jahren als Regionalreferentin FW Lu. F, ehrenamtlich im Verwaltungsausschuss des AA als Arbeitnehmervertreter in einem Förderwerk im brandenburgischen Götzerberge mit ähnlicher Arbeitsstruktur wurde Helga Burkhardt Mitte der neunziger Jahre betriebsbedingt entlassen. Später war sie bis 2000 als Mitarbeiterin im Verwaltungsbereich UPD und ehrenamtlich als Versicherungsälteste der AOK beschäftigt, wo sie Arbeitsbeschaffung für Jugendliche ohne Berufsausbildung und Job betrieb, Hilfe ins Berufsleben vermittelte und 12 langzeitarbeitslose Frauen in einer Werkstatt zum Färben von Naturmaterialien sowie einen Kräutergarten betreute. Danach war sie arbeitslos und absolvierte eine Umschulung „Kaufmännische Weiterbildung“. Im Anschluss wechselte sie noch einmal für knapp vier Jahre komplett das Metier, vermittelte als freier Handelsvertreter Versicherungen und arbeitete bis zu ihrer Pensionierung stundenweise als Maschinenreinigerin bei Storck. Die heutige Freizeit ist ausgefüllt mit Wanderungen, Radtouren, Gartenarbeit und Bowlingabenden. „Ich bin stolz auf unser intaktes Familienleben, den Sohn und unsere drei Enkel. Schön wäre es deshalb, gesund zu bleiben, um jeden Tag auf dieser Basis genießen zu können.“
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