MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Friedhelm Burckhardt

Gepredigt wurde nie

Friedhelm Burckhardt

Otto-Walther-Straße 15
01796 Pirna
Fon: 03501 / 782143

Das Fest der Goldenen Hochzeit liegt schon einige Jahre zurück. Derzeit verbinden Friedhelm Burckhardt 55 Ehejahre mit seiner geliebten Gisela und vier Kinder erfüllen mit Stolz. Zwei Söhne sind diplomierte Ingenieure. Eine Tochter folgte als Lehrerin den Spuren der Mutter und eine zweite Tochter widmet sich als Kindergärtnerin ebenfalls der Erziehung der Jüngsten. Geboren wurde Friedhelm Burckhardt am 19.07.1935 in Weißenborn und musste schon als Kind erleben, was Krieg bedeutet. Die Eltern wünschten, dass er als Pastor seinen Weg gehen sollte. Er besuchte die Schule, wechselte an die Heimoberschule nach Droyßig und legte 1954 das Abitur ab. Durch die Schule bekam er Kontakt zur Gesellschaft für Sport und Technik, lernte Motorrad fahren, traf die Entscheidung, im Kfz-Wesen zu bleiben und begab sich zur Kasernierten Volkspolizei. Gepredigt hat er also nie. Friedhelm Burckhardt absolvierte die Grundausbildung und begab sich an die Kfz-technische Offiziersschule Potsdam. Das Versprechen, dort den Ingenieurabschluss machen zu können, wurde nicht eingehalten. Als künftiger Offizier für Treib- und Schmierstoffe wechselte er den Berufszweig, gehörte sechs Monate dem Stab „Rückwärtige Dienste der Luftstreitkräfte und Luftverteidigung“ an, wurde in Preschen wie Marxwalde eingesetzt und beendete währenddessen 1970 sein Fernstudium in Berlin. Vorübergehend in Dresden lebend, führte ihn sein Versetzungsgesuch nach Pirna/Herrenleite. Er baute eine Werkstatt auf, gründete die Domäne „Instandsetzung von Betankungstechnik“, qualifizierte sich zum Sachverständigen für Betankungstechnik und avancierte zum Chef dieser Abteilung. Im Mai 1979 wurde die Staatssicherheit darauf aufmerksam, dass geringer Kontakt zu Verwandtschaft seiner Frau im westlichen Teil Deutschlands bestand. Sein 25-jähriges Jubiläum als Berufsoffizier durfte Friedhelm Burckhardt im Oktober 1979 noch begehen. Danach erfolgte seine Entlassung aus dem aktiven Dienst – der Rausschmiss. Im Anschluss begann er als Versorgungsbereichsleiter bei MINOL in Dresden, wurde 1989 in der Abteilung „Innere Revision“ eingesetzt und musste Außenstände in Millionenhöhe eintreiben. Die Nutzung der Vorruhestandsregelung im Jahre 1992 beendete ein ebenso engagiertes wie teilweise unvorhersehbares, doch stets perfekt gemeistertes Berufsleben. Der frühere Hobbyimker schenkt derzeit jede Minute des Tages seiner Gisela. 2012 erkrankt, ist sie seit 2013 pflegebedürftig, wird von ihrem Mann zu Hause versorgt und ist umgeben von Wärme und Liebe.
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