MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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JOhannes Buchda

Projektion eines Lebens mit Dias

JOhannes Buchda

Diplom-Betriebswirt (FH)
04600 Altenburg

Leider können sie hier nicht angezeigt werden, die 14.000 Diapositive, die Johannes Buchda im Laufe seines Lebens produzierte. Seine Diavorträge für die Urania-Gesellschaft fanden einst viel Widerhall. Geboren wurde er 1920 in Altenburg. Hier wuchs er auf, wohnt nun schon seit über 90 Jahren im Haus, da er zur Welt kam. Nach dem Abitur wollte er Jura studieren, doch Arbeitsdienst und Wehrmacht, Krieg und Gefangenschaft störten eine planmäßige Entwicklung. Er arbeitete erst als Gestellbauer, musste an der Demontage der Regiser Zentralwerkstatt teilnehmen, ehe er 1947 als Lehrling zur Deutschen Post wechselte. Mit dem Abschluss für den gehobenen Dienst 1950 wurde er Abteilungsleiter Arbeit in Altenburg. Da seine Frau Hildegard (Heirat 1952) ebenfalls in verantwortungsvoller Position in der Dienststelle eingesetzt war, schien es ihm angeraten, zum Postamt Borna zu wechseln, wo er sich zum Amtsleiter entwickelte. Der Arbeit war viel, das Salär bescheiden, eine Chance in der Industrie kam gelegen. Die „Wollschmidts“ im angrenzenden Kotteritz waren eine allbekannte Firma, die nach der Verstaatlichung, später mit der Zusammenlegung weiterer Textilwerke zum VEB Altenburger Wollspinnerei „AlWo“ nun für Johannes Buchda zum Fixpunkt wurden. Für 3.000 Mitarbeiter an sechs Standorten wurde der spätere Hauptbuchhalter ganz wesentlich mitverantwortlich. Von 1959 bis 1963 erwarb er im Abendstudium an der Fachschule das dafür notwendige Wissen. Sein mit „ausgezeichnet“ bestandener Abschluss ist heute als Diplom-Betriebswirt (FH) anerkannt. Zwanzig Jahre arbeitete er auch nebenberuflich als Dozent für Finanzwirtschaft an der Altenburger Papiermacherfachschule. 1986 ging er dann in den wohlverdienten Ruhestand. Seine Frau, die ihn immer sehr unterstützt hatte, starb leider bereits 1988, so dass die gemeinsamen Reisen, die viele Länder des damaligen Ostblocks berührten, mit dem DDR-Traumschiff „Völkerfreundschaft“ sogar bis ins Schwarze Meer führten, keine rechte Fortsetzung mehr finden konnten. Hier vor allem entstanden die Fotografien, die sein und ihr Leben belegen. Zum 100-jährigen Jubiläum überlieferte er seine Dokumentation aus Fotos und Zeitungsartikeln an den 1908 gegründeten Altenburger Tennisclub (zwischenzeitlich als Betriebssportgemeinschaft ausgewiesen), in dem Johannes Buchda seit seiner Lehrzeit aktiv war, in dem er als Schatzmeister bis zum Jahr 2000 fungierte.
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