MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Armin Brunke
Das Leben genießen
Schulstr. 4 b
04838 Jesewitz
Fon: 03424 / 157340
Armin Brunke wurde am 24.03.1939 in Dresow, einem Dorf im polnischen Pommern, geboren. Sein Vater arbeitete als Brennereiaufseher und fiel kurz vor Ende des Krieges. Bei der Flucht aus der Heimat 1947 verlor Armin seine Mutter Margarethe und fand sie erst sechs Monate später wieder. „Ein Bauer in Tiefensee hatte uns wie seine eigenen Kinder aufgenommen, wofür wir ihm zeitlebens dankbar waren“, berichtet er. Zusammen mit seiner Zwillingsschwester, die heute in Eilenburg lebt, ging Armin hier acht Jahre zur Schule. „Ich wäre gern Gärtner geworden, musste die Lehre im Anschluss an die Schulzeit allerdings aufgrund einer langwierigen Erkrankung aufgeben. Nachdem ich neun Monate später genesen war, absolvierte ich von 1953–1957 eine Ausbildung zum Landwirt“, berichtet Armin Brunke. Danach leistete er bis 1959 seinen Wehrdienst und arbeitete anschließend drei Jahre bei der Polizei in Eilenburg. Von 1960–1970 war Armin Brunke in erster Ehe verheiratet. Mit Ilona, Rüdiger, Volker und Beate bekam das Paar vier Kinder und hat mittlerweile sieben Enkel sowie fünf Urenkel. 1975 heiratete Armin ein zweites Mal. Seine Frau Ruth, die als Telefonistin im Krankenhaus arbeitete, verstarb 2014. Nachdem Armin Brunke den Polizeidienst quittiert hatte, war er nach einer entsprechenden Qualifizierung vier Jahre als Kesselheizer einer Dampflokomotive in Eilenburg tätig. Im Anschluss zog er nach Mecklenburg zur Familie seiner ersten Frau und arbeitete bis 1970 in der Landwirtschaft. Nach der Scheidung ging Arnim Brunke zurück nach Sachsen und war bis 1989 als Telefonist und Brandschutzinspektor im Krankenhaus angestellt. 1990 wurde er pensioniert und verlagerte seinen Lebensmittelpunkt erneut nach Mecklenburg, wo er bei der Firma Allrein noch bis 2006 vorwiegend Reinigungsarbeiten an Außenanlagen übernahm. „Mir war das Rentnerleben zu langweilig. Diese Aufgabe hat mir sehr viel Freude gemacht“, gesteht Armin Brunke, der seit 2008 nun endgültig wieder in Sachsen beheimatet ist. „Ich wäre gern in Mecklenburg geblieben, aber wir mussten aufgrund von Eigenbedarf des Vermieters aus unserer Wohnung ausziehen. Heute fühle ich mich hier aber auch sehr wohl“, erklärt er und genießt seine freie Zeit im Garten und auf langen Spaziergängen mit seinem Hund Fiebi. „Das ist ein Bolonka Zwetna, eine Hunderasse, die aus Russland stammt“ erzählt er. Außerdem besucht Armin Brunke gern historische Museen und ist ein begeisterter Anhänger des Ozeaneums in Stralsund. Im Internet fand er zudem seine neue Partnerin Inge, die er oft im brandenburgischen Brieselang besucht. „Wir haben eigentlich beide keine neuen Partner gesucht“, schmunzelt er. Für die Zukunft wünscht sich Armin Brunke eine stabile Gesundheit, um weiterhin aktiv und selbstbestimmt seinen Lebensabend verbringen zu können.