MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Roland Brückner
Truckerfan liebt Oldtimertreffen
Vorsitzender des Gewerbevereins (GVZ)
Geschäftsführer Service-Park GmbH
Im Mittelfelde 1
99098 Erfurt
Fon: 0361 / 6024690
Finden besondere Oldtimertreffen statt, ist er dabei. Roland Brückner aus Erfurt liebt den Motorsport und alte Autos, besonders Trucks. Diese Tradition hat er sich bis heute bewahrt. Ist sie doch auch mit seinem langen Berufsleben verbunden. Der Thüringer, seit 1976 glücklich mit seiner Ute (Büroangestellte) verheiratet, ist Geschäftsführer der Service-Park GmbH im GVZ Erfurt-Linderbach. Roland Brückner hat eine Tochter (Daniela, geboren 1972, Prokuristin im Unternehmen), einen Enkel und einen Urenkel. Als Chef seines Dienstleistungsunternehmens hat sich der Fahrzeugexperte auf Waschanlagen von Lkw und Transportern spezialisiert. Geboren 1951 in Dresden, ist Roland Brückner dort zehn Jahre zur Schule gegangen. Ursprünglich wollte er eine Lehre zum Kfz.-Schlosser machen, ließ sich aber nach dem Abschluss der 10. Klasse zweieinhalb Jahre zum Werkzeugmacher in seiner Heimatstadt ausbilden. Dabei lernte er die Grundlagen für den Kfz.-Bereich kennen, was dem gebürtigen Sachsen für sein späteres Leben sehr zugute kam. Neben der Lehre, die Roland Brückner mit Auszeichnung absolvierte, und seiner Arbeit im Ausbildungsbetrieb Pentagon Dresden holte er auf der Abendschule das Abitur nach. Zwischen 17 und 21 Uhr hieß es wochentags für ihn die Schulbank drücken und lernen. Mit dem Abi in der Tasche, bewarb sich Roland Brückner für ein Maschinenbau-Studium an der Technischen Universität Dresden. Er wurde genommen, studierte aber nur vier Semester. Roland Brückner wurde exmatrikuliert – mit der Begründung, dass er politisch nicht tragbar sei. Für den aktiven Wehrdienst wurde er ausgemustert. Sein persönlicher Plan B lautete nun, als Kraftfahrer sein Geld zu verdienen. Die Lkw-Fahrprüfung hatte er schon während seiner Lehrzeit im GST-Lager (Gesellschaft für Sport und Technik) gemacht und weil sein Vater bei Gaststätten der HO (Handelsorganisation) arbeitete, stieg der Sohn dort ein. In Dresden gab es mehr als 500 Gaststätten, die zu beliefern waren – „mit allem, was anfiel und Geld brachte“, blickt Roland Brückner zurück. Bis 1975 blieb er dabei. Drei Jahre zuvor hatte er als Kraftfahrer Kinder in ein Erfurter Betriebsferienlager befördert und dabei seine heutige Ehefrau Ute kennengelernt. Weil es ihm zudem in Thüringen gefiel, bewarb er sich bei den Verkehrsbetrieben in Erfurt und zog dorthin. Roland Brückner arbeitete zunächst (bis 1978) als Taxifahrer. Lächelnd erinnert er sich: „Ich kannte nur zwei Straßen und hatte immer den Stadtplan dabei.“ Weil er aber für seine Familie ein Haus baute, wollte er raus aus den Schichten und sattelte um auf Linienbus. Während dieser Zeit bildete er auch Lehrlingen zum Berufskraftfahrer aus. 1979–1989 verdiente Roland Brückner seine Brötchen als Busfahrer. Darüber hinaus qualifizierte er sich weiter, erwarb als Meister Befähigungsnachweise, um Lehrlinge ausbilden zu können und war bis 1995 stationär verantwortlich für die Instandhaltung der Busse. Dann reifte bei ihm die Geschäftsidee, sich mit Fahrzeugpflege selbstständig zu machen und ein Gewerbe dafür anzumelden. Heute ist der Weg längst für Tochter Daniela geebnet, die als rechte Hand des Vaters in der Lkw- und Transporter-Waschanlage als Kerngeschäft kräftig mitmischt und den vier- bis fünfköpfigen Dienstleistungsbetrieb übernehmen wird. Denn Roland Brückner, der seit 2008 im Ehrenamt Vorsitzender des Gewerbevereins Erfurt ist, will sich allmählich aus dem Geschäft zurückziehen. Als Vorstandsmitglied im Bundesverband für Fahrzeugaufbereitung weiß der Chef sein Unternehmen in guten Händen. Roland Brückner ist stolz auf das Geschaffene und seine Familie. Er liebt seinen Ikarus-Bus-Club und bleibt Oldtimer-Fan. Einen 34 Jahre alten E 30 und einen Trabant Kübel besitzt er selbst. Und der frühere Bezirksklasse-Gewichtheber, Judo- und Selbstverteidigungs-Kampfsportler schätzt sich glücklich mit dem alten Fahrzeug.