MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Anni und Heinz Brückner

Freude beflügelt

Anni und Heinz Brückner

Strickerin i. R.
Maurer i.R.
Goethestr. 4
04651 Bad Lausick

Nicht allen Paaren gelingt es, gemeinsam alt zu werden, Jahrzehnte des Glückes, doch ebenso der Herausforderungen zu meistern und die Anwesenheit des Partners nicht nur zu begrüßen, sondern absolut zu genießen. Gefühle kennen keine Altersgrenze und das Zusammenleben hat nach all diesen Dekaden einen neuen Stellenwert bekommen. Seit 1963 verheiratet, unternehmen sie viele Dinge gemeinsam, lassen sich dennoch Freiräume und möchten auf diese Weise auch die kommenden Jahre gesund und munter gestalten. Regelmäßige Kuraufenthalte leisten dazu einen entscheidenden Beitrag. Freude beflügelt. Die Eheleute sind stolz auf Tochter Petra, welche als wissenschaftliche Bibliothekarin beruflich erfolgreich ist und auch zwei Enkel gehen guten Berufen nach. Darüber hinaus sorgte eine gute Hausgemeinschaft über Jahre bei zahlreichen Feierlichkeiten für Frohsinn. Anni Brückner wurde am 05.08.1938 in Rübenau/Erzgebirge geboren. Dort lernte Heinz Brückner seine spätere Frau während eines Urlaubsaufenthalts kennen. Ihr Vater war Meister im Steinbruch, Mutter versorgte die private Landwirtschaft und mit ihren vier Geschwistern halfen alle Kinder bei Wald- und Feldarbeiten. Nach der Schule ergriff sie in der Handschuhfabrik eine Ausbildung zur Strickerin und blieb im Unternehmen, bis sie nach der Hochzeit zu ihrem Mann zog. Nach Babypause orientierte sie sich um, begann 1967 im Konsum- Backwarenbetrieb Borna und arbeitete sich in neue Aufgaben ein. Mit der Wende wurde der Betrieb aufgelöst. Noch zwei Jahre überbrückte sie mit verschiedenen Tätigkeiten und ging danach in Rente. Heinz Brückner, geboren am 08.02.1939 in Bad Lausick, lernte seinen Vater, der nicht aus dem Krieg zurückkam, nie richtig kennen. Vom dritten bis sechsten Lebensjahr wurde er von den Großeltern versorgt und kehrte mit Schulbeginn zu seiner Mutter zurück. Als Schichtleiterin im Kraftwerk beschäftigt, hatte sie wenig Zeit. Heinz Brückner war viel allein, kochte, wusch Wäsche und verdiente sich in Notzeiten beim Kühe hüten oder Rüben verziehen etwas Geld, ging Ähren lesen oder Kartoffeln stoppeln. Später absolvierte er beim VEB Bau Borna seine Maurerlehre und berichtet von einer kleinen Anekdote. Der Spitzname seines Vaters war Benno – ein Beiname, den auch der Sohn führte. Kaum jemand wusste, dass er eigentlich Heinz heißt. Nach Arbeit auf der Kolchose wechselte er in ein Steinzeugwerk, war nach der deutschen Vereinigung 10 Jahre für einen Privatbetrieb deutschlandweit unterwegs und ging nach 45 Arbeitsjahren in Rente. Er war Leiter eines Kinderferienlagers, Fußballspieler und -trainer, besucht noch immer häufig den Fußballplatz und wenn ihn seine früheren Fußballer strahlend begrüßen, macht ihn das sehr glücklich.
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