MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Erika Brodrick

„Ich lebe jetzt“ heißt ihr Leitspruch

Erika Brodrick

Altenpflegerin
06217 Merseburg

Sie ist eine sozial engagierte Frau und lebt gern in Merseburg. Erika Brodrick hat drei Berufe gelernt, drei Kinder großgezogen und sich trotz der Scheidung von ihrem ersten Mann und des frühen Todes ihres zweiten Mannes niemals unterkriegen lassen. „Ich lebe jetzt und man muss das Leben genießen, so wie man es sich vorstellt“, heißt ihr Lebensmotto. 1970 in der Lutherstadt Eisleben geboren, ist sie als jüngstes Kind zusammen mit fünf Schwestern aufgewachsen. Sie ging von 1977-1987 zur Schule und ließ sich nach dem Abschluss der 10. Klasse zwei Jahre lang zur Chemielaborantin an der Betriebsberufsschule der Leuna-Werke ausbilden (1987-1989). Zwei Jahre arbeitete sie in Leuna und wurde zur Wende 1991 entlassen. Sofort orientierte sich Erika beruflich neu und verdiente zwischenzeitlich ihre Brötchen an einem Gemüsestand in Merseburg. Jammern und Aufgaben nicht erledigen, kam für sie nicht in Frage. Zudem absolvierte Erika Brodrick bis 1993 eine zweite Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin. Im selben Jahr kamen ihre Zwillinge Max und Maxi zur Welt, die sie bis 1995 zu Hause betreute. Danach suchte sie sich wieder Arbeit, fand allerdings als Heilerziehungspflegerin keine geeignete Anstellung. Sie schlug sich durch mit verschiedenen Jobs, unter anderem in Kaufhallen, und machte als alleinerziehende Mutter (Tochter Sophie kam als drittes Kind 2001 zur Welt) im Jahr 2003 eine Umschulung zur Altenpflegerin. „Ich kann mir seitdem keinen schöneren Beruf mehr vorstellen“, sagt Erika Brodrick, die bis heute bei einem ambulanten Pflegedienstunternehmen in Weißenfels beschäftigt ist und in ihrem Beruf aufgeht. Mit dem Auto ist die beherzte Frau zwischen Weißenfels, Teuchern und Lützen unterwegs, um Menschen aus allen Schichten der Bevölkerung mit den unterschiedlichsten Pflegedienstangeboten zu versorgen. Ob Professor oder sozial schwache Menschen, Erika Brodrick unterstützt sie alle und liebt ihre Arbeit als Altenpflegerin. Die Fachfrau ist freundlich, einfühlsam, versteht es zuzuhören und Mut zu machen. Sie hat immer aufmunternde Worte für ihre zu betreuenden Patienten parat. Sie ist heute stolz auf das Erreichte, auf ihre Kinder, die sie immer unterstützt haben und wünscht sich, dass ihr Ehemann Uwe noch bei ihr wäre. Der Fernfahrer, den sie 2005 heiratete, starb mit erst 49 Jahren - 2011 während eines Kuraufenthalts - infolge eines Aneurysmas. Dabei hatte er gerade eine Krebserkrankung mit Chemotherapie hinter sich gebracht und sollte sich bei einer Reha erholen. Bei Hobbys wie Musikhören und Lesen findet Erika Brodrick Entspannung als Ausgleich zu ihrem nicht immer leichten Beruf. Sie sieht sich als Familienmensch und liebt geregelte Tagesabläufe. Dazu zählt die Merseburgerin feste Gewohnheiten: 8 Uhr Frühstück, 12 Uhr Mittagessen, 15 Uhr Kaffeetrinken und 18 Uhr Abendbrot. „So ist das bei mir, ich brauche diese geordneten Strukturen“, meint sie lächelnd. Gesundheit für ihre Familie bedeutet Glück, sagt Erika Brodrick.
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