MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Irene Brudnicki

„Edel sei der Mensch, hilfreich und gut “

Irene Brudnicki

Irene Brudnicki
Lehrerin i.R.
Quastenberger Damm 10

17094 Burg Stargard

„ Edel sei der Mensch, hilfreich und gut “, sagt Goethe, und Irene Brudnicki würde es gern um das Wort „ tolerant „ ergänzen. Wie Albert Schweitzer wurde sie am 14. Januar geboren. Sein Credo der Menschlichkeit gehörte zu ihrem pädagogischen Verständnis. Doch sie wusste auch zu kämpfen wie eine Löwin, wenn es um ihre Kinder, ihre Familie oder ihre Schüler ging. Geboren 1934 in Jibka (Riesengebirge), startete sie 1941 ihren Schulbeginn. Nach dem Weltkrieg 1945 waren in ihrer Heimat alle deutschen Schulen geschlossen. Sie besuchte fast ein Jahr eine tschechische Schule, bis ihre Familie 1946 die böhmische Heimat verlassen musste. Nach dem Auffanglager in Eggesin ging es in die seitdem geliebte mecklenburgische Landschaft. In dem Dorf Grauenhagen, Ortsteil Vogelsang, fanden sie erste Aufnahme bei gütigen Mecklenburgern. Bald verzogen sie aber in das Städtchen Woldegk. Von 1948 bis 1952 besuchte Irene Brudnicki die Erweiterte Oberschule( EOS) in Neubrandenburg. Obwohl schon Schülerin der 12. Klasse, konnte sie aufgrund einer plötzlichen schweren Erkrankung die letzten Prüfungen für das Abitur nicht mehr ablegen. Sie holte das später nach. Ihr Wunsch war es immer, Lehrerin zu werden. Über den Volksbildungsbereich war Grundausbildung und anschließendes Fernstudium realisierbar, während sie schon vor ihren ersten Schülern stand. Im Fernstudium am Lehrerbildungsinstitut in Putbus, später an der Hochschule für Pädagogik in Güstrow konnte sie ihr Diplom als Fachlehrerin für Deutsche Sprache und Literatur erwerben. Jetzt war es ihr auch möglich, nach einem einjährigen Wiederholungsseminar das Abitur abzulegen. Ein besonderer Glücksfall war es, dass sie in dieser Zeit den Fachlehrer für Geographie und Astronomie, Edmund Brudnicki, kennenlernte, der damals als Schulrat eingesetzt war. Er wurde zur Liebe ihres Lebens. Von der Hochzeit 1954 bis zu seinem Tode 2010 in fast 67 Jahren der gemeinsamen Ehe war er stets ein sorgender Familienvater, treuer Ehemann und Irenes zuverlässigster Freund. Als guter und anerkannter Lehrer, gebildeter und kulturvoller Mensch mit einem ausgeprägten Verantwortungsbewusstsein war er stets ihr Vorbild. Nach der Versetzung des Ehepaares nach Groß Nemerow, nahe des Tollensesees gelegen, konnten sie nun gemeinsam 15 Jahre an der gleichen Schule wirken. Hier erhielten sie auch für ihre langjährige gute pädagogische Arbeit Auszeichnungen. Irene wurde der Titel Oberlehrerin zuerkannt und ihrem Ehemann der Titel Studienrat. Inzwischen war es ihnen gelungen, in Burg Stargard ein Eigenheim zu bauen, wo Irene Brudnicki immer noch ihren glücklichen Hafen hat. 1980 verließen beide aus gesundheitlichen Gründen den Lehrerberuf. Irene arbeitete noch 10 Jahre mit verminderter Stundenzahl als Sekretärin für Chefärzte im Klinikum Neubrandenburg, während ihr Mann Leiter der Rehabilitationseinrichtung im nahen Dewitz wurde. In den Jahren 1957 und 1963 wurden dem Paar die beiden Töchter Ursula ( Diplom- Ökonom) und Christine ( Niedergelassene Ärztin) geboren. Inzwischen hat sich der Familienkreis um eine Enkelin und einen Enkel und drei Urenkelkindern erweitern können. Erst als Rentnerin konnte Irene Brudnicki ihre Manuskripte als Bücher herausgeben. Ab 2005 erschienen: „ Der Juwelier von Odessa“ , Roman, Goethe Verlag Frankfurt a.M., „ Der Ingenieur vom Kupferberg“ , Roman, Steffen- Verlag Friedland, "Sonnenglanz über dem See“ , Erzählband, Steffen- Verlag Friedland Geplant für das Frühjahr 2016 ist ein weiterer Roman „ Mein abenteuerliches Leben“ Inhalt ist das Leben des Edmund Brudnicki.
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