MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Uta Buberl
Erfüllte Arbeitsjahre im Traumberuf
Grundschullehrerin
Staatlich anerkannte Erzieherin
06862 Dessau-Roßlau
Als Uta Buberl 2003 in Rente ging, konnte sie auf gute 40 Arbeitsjahre in ihrem Traumberuf zurückblicken. Denn dass sie später auf jeden Fall etwas mit Kindern machen möchte, wusste sie bereits während der Schulzeit. Und so startete die am 06.10.1943 in Halberstadt geborene Uta nach dem Abschluss der 10. Klasse ihr Lehramtsstudium am Institut für Lehrerbildung in Köthen. 1962 als LAA (Lehramtsanwärterin) fing sie in Roßlau als Lehrerin für Deutsch, Musik und Zeichnen an, 1963 heiratete sie ihren Mann Baldur. IM gleichen Jahr wechselte sie als Erzieherin in den Hortbetrieb. Sie mochte die Arbeit im Hort mehr, war doch der Kontakt zu den Kindern deutlich intensiver als im Frontalunterricht. „Im Hort hatte ich die Möglichkeit, gemeinsam mit den Kindern den Tag zu gestalten“, sagt sie. Zur Wendezeit wurde sie wie viele Kollegen an die Grundschule Waldstraße (weiterhin als Erzieherin) in Roßlau versetzt. Sie war weiter mit viel Freude bei der Arbeit und absolvierte in den letzten beiden Jahren vor ihrem Ruhestand noch eine Kurzausbildung als pädagogische Mitarbeiterin. Der Ausstieg aus dem Beruf fiel ihr schwer, aber als unternehmenslustige, aktive Person weiß Frau Buberl auch jetzt ihre Zeit zu nutzen.
Ihren Mann Baldur war ursprünglich Bergmann, wurde ihr zuliebe aber Lokschlosser bei der Eisenbahn. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor: Jens Uwe, Roberto und Viola. Das Paar verbrachte viele schöne gemeinsame Jahre. Ab 1972 bewirtschafteten sie den gemeinsamen Garten, am liebsten aber waren sie auf einem kleinen Campingplatz in der Nähe von Wittenberg in ihrem Wohnwagen. Leider verstarb Baldur 2013. Heute verreist sie gerne mit ihren Bekannten, sie ist Mitglied in einem Tanzkreis und bei den „Sangesfreunden“, liest viel, mag Musik, gute Filme und liebt die Natur. Seit ihrem Renteneintritt engagiert sie sich außerdem im Mehrgenerationenhaus Ölmühle Roßlau im Vorstand der Fraueninitiative. Und sie genießt die Gesellschaft ihrer Kinder und ihres Enkels. Besonders stolz ist sie auf ihre Tochter Viola, weil diese trotz aller Widrigkeiten, die ihr das Leben schon bereitet hat, ihren Weg geht.
Uta Buberl ist ein guter Zuhörer, offen und hilfsbereit. Ärgern kann sie sich über Unzuverlässigkeit, gebrochene Versprechen oder Faulheit. Das Erreichen persönlicher Ziele bedeutet für sie ebenso Glück wie ein harmonisches Miteinander. Das wünscht sie sich für alle Menschen, denn ihr größter Traum wäre eine Verbesserung des Sozialgefüges. Ihre optimistische Grundeinstellung spiegelt sich auch in ihrem Lebensmotto wieder: „Wenn Du denkst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein kleines Lichtlein her.“