MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Ilse Bräuer
Die eigene Kraft kann Berge versetzen
Pensionärin
Rudolf-Renner-Str. 52
01796 Pirna-Copitz
Fon: 03501 / 571484
Zahlreiche berufliche wie private Etappen begleiteten sie. Ilse Bräuer meisterte alle und erschuf sich die Basis ihres Lebens aus eigener Kraft. Unermüdlich kämpfte sie um Verbesserungen und vergaß darüber auch nicht andere Menschen.
Am 22.09.1936 in Altenberg geboren, beendete sie 1950 die achte Klasse, begann als Haushaltshilfe und verschönte das Heim anderer Leute.
Im Anschluss bescherten ihr verschiedene Unternehmen einen weiteren Arbeitsplatz. Unter anderem arbeitete sie sechs Jahre lang im Bergwerk, später in einer Wäscherei sowie in der Feinmechanik der Glashütter Uhrenfabrik.
Schon 1975 in Pirna angekommen, übernahm sie auch Heimarbeit für die Uhrenfabrik, verdingte sich im Möbelhaus Pirna als Reinigungskraft und begab sich 1984 zur Bahn.
Bei der Deutschen Reichsbahn vorerst als Lokputzerin eingesetzt, wartete sie im Anschluss Lokomotiven, arbeitete in der Funktion als Warthelferin mit ihrem Ehemann Hand in Hand und begab sich 1992 mit 55 Jahren nach kraftraubendem Berufsleben in den Vorruhestand. Ihr Mann ging mit 63 Jahren in Rente, verstarb aber leider im Jahre 2006 nach fast 30-jähriger Ehe.
Doch nicht nur der berufliche Werdegang verschlang Energie. Auch kümmerte sie sich um zahlreiche Kinder. Ihre erste Ehe wurde 1961 geschlossen und eine Tochter wurde geboren. Doch brachte auch ihr erster Mann eine Tochter mit in die Ehe, welche Ilse Bräuer auch nach der Scheidung weiterhin groß zog.
1977 heiratete sie ein zweites Mal. Diesmal brachte ihr Mann vier Kinder mit in die Ehe, welche Ilse Bräuer ebenfalls aufopferungs- und liebevoll erzog, was ihr gedankt werden sollte.
Zu allen Kindern hat sie guten Kontakt und diese lassen es sich nicht nehmen, ihre Mutter zu unterstützen und sich um sie zu kümmern.
Einst gehörte sie dem Freien Deutschen Gewerkschaftsbund sowie der Volkssolidarität an und machte es sich in diesem Rahmen zur Herzensangelegenheit, in knapp bemessener Freizeit älteren Leuten zu helfen. Ob in der eigenen Familie oder im Umfeld – Menschen genossen bei ihr immer ein sehr hohen Stellenwert. Sie liebt es, da zu sein, ist persönlich ehrlicher Natur und weiß Ehrlichkeit bei Leuten, mit denen sie zu tun hat, mehr als zu schätzen.
Doch, egal wofür sie sich auch engagierte und was sie auch tat – sie tat es gern, aus eigener Kraft und Marie von Ebner-Eschenbach darf dazu ergänzen: „Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft.