MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Ruth und Helmut Schubert
Mit Lust und Liebe gearbeitet
Wildenhainer Weg 1
04838 Doberschütz
Fon: 034244 / 51089
Schaut sie auf ihr Berufsleben zurück, so resümiert Ruth Schubert: „Ich habe immer sehr gerne gearbeitet, bin mit Lust und Liebe zum Dienst gegangen.“ Die Frau aus dem sächsischen Doberschütz wurde 1949 in Riesa geboren. Als ihre Mutter (Hausfrau) 1954 starb, war sie erst fünf Jahre alt. Der Vater (Stahlwerker, gestorben 1960) nahm sich eine zweite Frau, denn Ruth war eines von sechs Geschwistern. Zwei Jahre verbrachte sie nach dem Tod ihrer Mutter im Kinderheim. Nach Abschluss der 10. Klasse in Riesa absolvierte sie eine Berufsausbildung mit Abitur und erlernte den Beruf eines Rinderzüchters. Danach absolvierte sie ein Studium in Hohenprießnitz als Heimerzieherin. Von Januar 1972–1986 arbeitetet sie als Erzieherin im Internat der Reichsbahnschule in Doberschütz und von 1986 bis zum Renteneintritt als Horterzieherin in Doberschütz. Die Arbeit ging ihr nie aus, sie hatte das Glück, nach der Wende nicht entlassen zu werden. Ruth ist verheiratet seit 1971 mit ihrem Mann Helmut Schubert. Das Ehepaar hat zwei Söhne und eine Enkelin (Pia, im Karnevalsverein als Funkenmariechen aktiv). Der älteste Sohn Sirko kam 1971 zur Welt und ist Diplomlandwirt auf einer Geflügelfarm. Sohn Marek, der jüngere, Jahrgang 1975, hat Zimmermann gelernt und führt einen Ein-Mann-Betrieb für Holzverarbeitung. Helmut Schubert, geboren 1947, lernte nach der 10. Klasse bei der LPG Landmaschinen- und Traktorenschlosser. 1966-1969 war er bei der Nationalen Volksarmee (NVA, Offiziersschule in Löbau in Sachsen). Von 1981-1982 absolvierte Helmut die Meisterschule. Bis zur Wende arbeitete er bei der LPG. Danach setzte er seine Arbeit in einer GmbH (Agrarservice, LPG wurde umstrukturiert) fort und trat 2013 nach 50 Arbeitsjahren (einschließlich Lehrzeit) in den Ruhestand. Heute ist sein Rat noch immer im Betrieb (Agrarservice Doberschütz) geschätzt und gefragt. Helmut Schubert ist sehr anerkannt als Fachmann und wird regelmäßig zu Rentnerfeiern eingeladen. Auch im Rentenalter wurde er vom Betrieb ab und zu gebraucht. „Auf dem Dorf, wo jeder jeden kennt, fühle ich mich wohl“, erklärt der Rentner. Er weiß den ländlichen Zusammenhalt sehr zu schätzen und will nicht weg aus seiner Heimatregion. Beide lieben sie ihr Zuhause und ihre Hobbys. Helmut macht gern Holz, Ruth engagiert sich im Heimatverein. Auch verbringt sie gern Zeit mit ihrer Enkeltochter, die sie nicht missen möchte. „Nicht aufgeben“, heißt das Lebensmotto von Ruth und Helmut Schubert. Sie wollen gesund alt werden und zusammen noch ein paar schöne Reisen unternehmen. Ruth und Helmut Schubert wollen unbedingt nach Norwegen fahren und überhaupt die nordischen Länder einmal kennenlernen. Das ist ihr großes Ziel, darauf freuen sie sich schon.