MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Karin Schuba

„Ihr müsst die Menschen lieben, wenn ihr sie verändern wollt“ (Pestalozzi)

Karin Schuba

Lehrerin i. R.
Terrassenufer 18
01069 Dresden

Der Krieg nahm der 1939 in Neustadt / Sachsen geborenen Karin Schuba Vater und Großvater. Ihre Einschulung 1945 brachte anfangs nur provisorischen Unterricht, 1953 konnte sie die 8. Klasse abschließen und entschied sich danach für die vierjährige Ausbildung zur Grundschullehrerin am Institut für Lehrerbildung in Dresden. Die gute fachliche und methodische Ausbildung wurde zur geschätzten Grundlage für ihre eigene pädagogische Tätigkeit. Diese begann sie an der Pestalozzi-Schule in Riesa. Die Gründung der eigenen Familie ab 1959 setzte Zäsuren. Sie wechselte nach Dresden an die 43. Polytechnische Oberschule im Stadtteil Kaditz. Die Geburt der ersten Tochter brachte Auszeiten bzw. Aufgaben als Vertretungslehrerin und Horterzieherin. 1964 konnte sie an der 8. Oberschule in Dresden-Pieschen wieder voll in ihren Beruf einsteigen. Sie führte die Schüler als Klassenlehrerin von der 1. bis zur 4. Klasse und erteilte Zeichenunterricht. Außerdem unterrichtete sie einige Jahre Deutsch und Biologie in der 5. und 6. Klasse. Das gute Arbeitsklima, die Zusammenarbeit und der Erfahrungsaustausch innerhalb des Kollegiums war für die eigene Tätigkeit inspirierend. Das Kennen des sozialen Umfeldes des Kindes und eine intensive Kind-Eltern-Schule Beziehung spielte im Konzept der 8. Grundschule und jedes einzelnen Kollegen eine große Rolle. Verbunden mit der Vermittlung von Wissen und Können und das individuelle Eingehen auf die Schüler war das alles Mittelpunkt ihrer Arbeit als Lehrer. Ihr anerkanntes Wirken führte zur neuen Tätigkeit als Fachberater für Deutsch und Mathematik. Sie beinhaltete umfangreiche persönliche fachliche Weiterbildung, Erteilen von Seminaren zur Weiterbildung der Kollegen und zahlreiche Hospitationen. Mit 15 Unterrichtsstunden die Woche blieb sie weiterhin der schulischen Praxis treu, ihren Schülern verbunden. Mit den Umstrukturierungen des Schulwesens ab 1990 konzentrierte sie sich auf ihre spannenden Aufgaben als Klassenlehrerin. In Weiterbildungen machte sie sich mit neuen Lernmethoden vertraut, blieb auf der Höhe der Zeit. Mit Beginn des Ruhestandes arbeitete sie mit an der Entstehung von Schulbüchern und Unterrichtshilfen, die beim Verlag "Volk und Wissen" erschienen sind. Inzwischen verwitwet, ist sie sehr glücklich darüber, dass die Töchter mit ihren Familien in Dresden bzw. Moritzburg wohnen. Sie genießt die Zeit, die sie mit ihnen und den Enkeln verbringen kann. Die älteste Enkeltochter ist übrigens auch Lehrerin geworden. Die Familie hält zusammen und hat auch schwierige Momente gemeistert, erzählt sie, und dass Hilfe untereinander selbstverständlich ist und sie zudem die Liebe zu Dresden verbindet. Außerdem engagiert sie sich im Ehrenamtsprojekt „Generationendialog“, bei dem sich Schüler und Menschen reifen Alters treffen zum Austausch, zum toleranten Miteinander, zur Stärkung der sozialen Kompetenz. Beim Wandern, im Theater ist Karin Schuba mit Freunden unterwegs, genießt im Garten die Natur und hält sich geistig wie körperlich fit.
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