MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Christine und Gerhard Schubert

Fortes fortuna adiuvat – Das Glück unterstützt die Tüchtigen

Christine und Gerhard Schubert

Rentner
Hainstr. 1
08606 Oelsnitz / Vogtland
Fon: 037421 / 20962

Von zwei in Leben und Beruf engagierten Menschen ist hier zu berichten, seit 55 Jahren glücklich verheiratet, denn Kater Felix ist im Haus der Chef. Christine Schubert, Jahrgang 1937, kam in vogtländischen Oelsnitz zur Welt, ihr Elternhaus in der Hainstraße ist noch immer ihr Domizil. Dem Schulbesuch 1943–1955 mit Abiturabschluss folgte ab 1955 das Studium an der Universität in Greifswald, Zeichenlehrerin war schon früh ihre Wunschvorstellung gewesen, 1960 konnte sie ihr Staatsexamen für die Fächerkombination Kunsterziehung/ Slawistik (Russisch) ablegen. Mit der Lehrbefähigung für alle Stufen bis zur 12. Klasse ausgewiesen, begann sie in ihrer Heimatstadt mit dem Schuldienst, den sie 1967 unterbrach, als ihr zweiter Sohn geboren wurde (der erste war noch während ihrer Studienzeit zur Welt gekommen). Nun wurde sie aushilfsweise als Lehrerin engagiert, widmete sich ab 1974 in einem Pionierhaus dann dem außerschulischen Unterricht im Bereich Kunsterziehung, bis sie 1992 in den Vorruhestand ging. Trotz mancher Einschränkung, die unbegrenzte Auswahl von Materialien wie heute stand zu DDR-Zeiten nicht zur Verfügung, fand sie vielfältige Möglichkeiten, die Kreativität des Nachwuchses zu entwickeln. Im Verein „Jugend & Co.“ engagiert sie sich noch immer für kindgerechte Angebote, als Mitglied eines Keramikzirkels der Volkshochschule ist sie seit 20 Jahren dabei. 1959 hatte sie ihren Mann Gerhard geheiratet, der 1938 in Poppengrün, ebenfalls Vogtland, geboren wurde. Mit drei älteren Brüdern wuchs er in landwirtschaftlich geprägten Verhältnissen auf. In der nahen Stadt Falkenstein schloss er die Schule 1954 mit der Mittleren Reife ab, verdingte sich dann erst einmal als Bergmann beim VEB Martin-Hoop-Werk Zwickau, arbeitete im Mülsener Steinkohleschacht. 1960–1963 konnte er an der Fachschule in Plauen Industrieökonomie studieren, wurde danach in der Zwickauer Bergbauverwaltung eingesetzt. Als sich abzeichnete, dass die Steinkohleförderung auslaufen würde, wechselte er 1975 als Ökonom zur Flussspat-Grube in Schönbrunn im VEB Fluss- und Schwerspatbetrieb Lengenfeld, war damit auch näher an Heim und Familie, ging ab 1977 wieder als Steiger in den Schacht. Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen überbrückten ab 1990 zum Teil den Weg bis zum Rentenbezug ab 1998. Als ehrenamtlicher Knappschaftsältester wirkte er 20 Jahre (1991–2011) für die Belange seiner ehemaligen Kumpel.
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