MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Dr. Ottokar Schröder

Der Planwirtschaft verpflichtet, der Planwirtschaft getrotzt

Ottokar Schröder

Abteilungsleiter im Ministerium und
Stellvertretender Direktor im VEG Gartenbau Berlin
Dipl.-Agronom
Ifflandstr. 3
10179 Berlin
Fon: 030 / 2494581

In einer Bauernwirtschaft großgeworden, blieb die Agrarwirtschaft ein zeitlebens beackertes Feld des Berufslebens von Dr. Ottokar Schröder. In Wulkow, Ruppiner Land, 1930 geboren, war die Kindheit auf dem Land prägend. Er besuchte drei Jahre die Fachschule für Landwirtschaft, verbrachte zwei Jahre am Institut für Agronomie arbeitete dann an den Maschinen- und Traktorenstationen (MTS) in Puttlitz bzw. Neustadt/ Dosse, bevor er 1960 ins DDR-Ministerium für Landwirtschaft nach Berlin berufen wurde, wo er zum Abteilungsleiter für Pflanzenproduktion aufstieg, vorwiegend mit inhaltlich-fachlicher und beratender Tätigkeit, auch mit Vorlagen für den Ministerrat befasst. Bis 1977 blieb er im Ministerium, dann kehrte er in die Praxis zurück, als stellvertretender Direktor des VEG Gartenbau Berlin verbrachte er nach eigenem Bekunden die schönsten Jahre seines beruflichen Wirkens. Bis zum 3. 10. 1990 blieb er hier verantwortlich für Produktion, Absatz, Wissenschaft und Forschung, stellte die Versorgung der Bevölkerung mit entsprechenden Gütern in den Mittelpunkt seiner Bemühungen und war bestrebt, die Gewächshäuser und Bodenkulturen optimal zu nutzen. In den achtziger Jahren wurde ihm eine außerplanmäßige Aspirantur an der Humboldt-Universität Berlin ermöglicht, die in die Doktorarbeit mündete. Er war Mitglied der Agrarwissenschaftlichen Gesellschaft der DDR (awig), heute als Verein organisiert, ist noch aktiv im Fachgebiet internationale Studienreisen. Nach 1990, formal im Vorruhestand, fand er bei der Projektierung und dem Aufbau moderner computergesteuerter Bewässerungsanlagen, unter anderem bei der Bundesgartenschau Magdeburg 1999 neue interessante Aufgaben. Erst 2003 setzte er sich zur Ruhe, die eigentlich keine ist. Die weltweiten Reisen mit seiner Frau (Heirat 1958, vier Kinder, alle musikalisch geprägt, sechs Enkel), von ihm sorgsam dokumentiert, führten in viele Länder, bis zu den Galapagos-Inseln. Die Erkenntnisse über die Evolution, von Darwin dort einst entscheidend entwickelt, hatten für den Agraringenieur ja ganz praktische Bedeutung gehabt. Wanderreisen und das Waldgrundstück für die ganze Familie halten ihn weiter in Schuss. Dazu kommt die Musik, bei ihm konkret das Klavierspiel.
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