MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Friedrich Wilhelm Schubart
Erinnerungen zum Leben erwecken
Dipl.-Landwirt i. R.
Feldweg 13
16348 Wandlitz/OT Lanke
Das größte Glück seines Lebens verkörperte Ehefrau Helga. 44 harmonische Ehejahre verband das Paar, bevor sie im Jahre 2003 leider verstarb. Doch 4 Kinder sowie 4 Enkel helfen über Zeiten hinweg, in denen graue Wolken aufziehen.
Geboren wurde Friedrich Wilhelm Schubart am 29.05.1934 in Troischau-Roßwein.
Nach der Oberschule absolvierte er auf dem elterlichen Gut eine Lehre zum Facharbeiter für Landwirtschaft.
Beginnend als Gehilfe, übernahm er 1952 im Auftrag der Erbengemeinschaft das Gut, bis es ein Jahr später an die ÖLB abgegeben werden musste.
Wieder als Landwirt tätig, musste Friedrich Wilhelm Schubart das Gut 1955 verlassen, begann als Traktorist beim VEG Ebersbach und erhielt das erste mal in seinem Leben auch Lohn.
An der Fachschule machte er den Abschluss als staatlich geprüfter Landwirt und stieg am VEG zum Betriebsassistenten auf.
Ein Fernstudium an der KMU Leipzig machte ihn zum diplomierten Landwirt. Er wechselte an ein anderes VEG und bewarb sich bei der VVB Tierzucht in Paretz.
Dem Angebot, das VEG Tierzucht Lanke, ein Gut für Ackerbau und Viehzucht, als Direktor zur übernehmen, kam er gern nach. Um einen Tierzuchtbetrieb zu leiten, war es notwendig, den Abschluss als staatlich geprüfter Tierzuchtleiter vorzuweisen. Die HU Berlin verhalf ihm dazu.
Mit Abspaltung der Pflanzenproduktion gehörte er dem Kooperationsrat an.
In integrierter Brennerei wurden darüber hinaus 2.000 Liter Primasprit pro Jahr produziert.
Zur Wende erhielt Friedrich Wilhelm Schubart die Pflanzenproduktion zurück und betrieb ab 1990 wieder Landwirtschaft im herkömmlichen Sinne. Die Verbindung nach Berlin wurde gesucht, um wieder als Stadtgut fungieren zu können, welches ab 1991 zentral von Berlin aus geleitet wurde.
Als Gutsleiter der Berliner Stadtgüterverwaltung im Einsatz, gehörte er als einer von neun ehemaligen Direktoren der Einrichtung an und verabschiedete sich 1994 mit 61 Jahren aus dem Berufsleben.
Doch erhielt der Akademiker mit der Wende auch das elterliche Gut zurück, kaufte Haflinger, konnte Kutschfahrten anbieten und bewirtschaftet noch heute den Wald.
Das jetzige Wohnhaus erbaute er einst mit seiner Frau Helga, die ebenso gut mauern konnte wie er.
Das Paar begann, die Welt zu bereisen, und anhand von Fotografie, seinem großen Hobby, werden viele schöne Erinnerungen an gemeinsame Tage zum Leben erweckt.