MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Dr. Matthias und Barbara Schreiter

Fasziniert von Steinen

Matthias und Barbara Schreiter

Dr. für Verfahrenstechnik 
Sekretärin
Island 2010
07549 Gera

Steine sind bereits seit seiner Kindheit und Jugend seine große Leidenschaft. Am liebsten schleift und fotografiert er Minerale. Matthias Schreiter aus Gera ist seit 1969 verheiratet mit seiner Frau Barbara. Der promovierte Verfahrenstechniker und die Sekretärin haben einen Sohn (René, Historiker, lebt in Potsdam) und eine Enkeltochter. Sie leben gern in Gera und sind sehr unternehmungslustig. Parks und Schlösser, Schau-Bergwerke sind ihre Welt und das Wandern sowie die Steine sowieso. Geboren 1949 in Mildenau im Erzgebirge, ist Matthias Schreiter als Sohn eines Fernfahrers und einer Stationshilfe im Krankenhaus acht Jahre zur Schule gegangen. Er wechselte anschließend zur Erweiterten Oberschule (EOS), denn er wollte unbedingt studieren, machte Abitur und parallel dazu eine Berufsausbildung zum Maurer. Nach seinem Studium für Mechanische Verfahrens- und Aufbereitungstechnik erwarb Matthias Schreiter an der berühmten und traditionsreichen Bergakademie Freiberg im Jahr 1972 sein Diplom. 1989 promovierte er auch noch. Unmittelbar danach nahm er als Dipl.-Ing. für Verfahrenstechnik seine Arbeit beim Wissenschaftlich Technischen Zentrum der SAG Wismut in Grüna auf und arbeitete seit dieser Zeit in der Niederlassung im Aufbereitungsbetrieb 102 in Seelingstädt. Er war in Thüringen und Sachsen als Experte für die Aufbereitung von Uranerzen, die Pyritflotation, die Aufbereitung von Zinn- und Silbererzen, die Sorption von Uran sowie für Wasserbehandlungsverfahren in Betrieben der SDAG Wismut unterwegs. Die Wismut hatte mehr Geld geboten und sofort eine Wohnung für die Familie zur Verfügung gestellt, deshalb hatte sich der Verfahrenstechniker gegen eine Forschungs- bzw. Assistentenstelle an der Bergakademie Freiberg entschieden. Nach der Wende erstellte Dr. Matthias Schreiter Genehmigungsanträge für die Sanierungsbetriebe Seelingstädt und Ronneburg und als die Tochterfirma der WISMUT GmbH, die WISUTEC, gegründet wurde, war er bis Renteneintritt mit 62 Jahren für das Wassermanagement der WISMUT GmbH an den Standorten Seelingstädt und Ronneburg verantwortlich. Barbara Schreiter erblickte 1950 in Annaberg-Buchholz das Licht der Welt. Die Tochter eines Buchhalters und einer Köchin besuchte acht Jahre die Schule und absolvierte danach eine Lehre zur Bandweberin. Später arbeitete sie nicht mehr in ihrem Ausbildungsberuf, sondern als Sekretärin, denn sie hatte Schreibmaschinenkenntnisse erworben. Unter anderem war sie beim Schornsteinbau Gera beschäftigt. Nach der Wendezeit machte sie zwei Jahre eine Umschulung, wenn sie heute daran zurückdenkt, ist sie nicht begeistert. Sie fand aber eine Anstellung als Sekretärin in einer Rechtsanwaltskanzlei. Barbara Schreiter war dort 13 Jahre beschäftigt und spricht heute von einem Glücksfall – es sei wie ein Lottogewinn gewesen, so viel Spaß habe ihr dort die Arbeit gemacht. Im Jahr 2010 trat sie wie ihr Ehemann ins Rentenalter ein. In ihrer freien Zeit sammelte sie zeitweilig Eulen, es gibt seit der Wende einen Kleingarten, um den sich das Ehepaar zu DDR-Zeiten vergeblich bemüht hatte. Beide wandern sehr gern durch den Thüringer Wald. Und Matthias Schreiter engagiert sich als Sammler von Mineralen im Verein Geraer Mineralien- und Fossilienfreunde e. V.. Zu DDR-Zeiten war er im Kulturbund integriert. Beide sind stolz auf ihre Lebensleistung und ihre Familie und wünschen sich, noch lange in Gesundheit aktiv zu bleiben.
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