MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Dagmar Schröder

„Nicht die Jahre zählen im Leben, sondern das Leben“

Dagmar Schröder
Designerin

Voltastraße 3
36039 Fulda

Dagmar Schröder, Jahrgang 1939, stammt gebürtig aus Konitz, Westpreußen. Nach der Schule studierte sie Mode an der Fachhochschule für Gestaltung und arbeitete danach in der Textilindustrie. Mit 29 Jahren ging sie nach Frankreich und arbeitete anschließend als Modezeichnerin für sechs Jahre in Paris. Die Mode und die Kunst, diese beiden Richtungen waren für sie immer miteinander verknüpft. Sie besuchte diesbezüglich viele Symposien und Seminare, nahm an Workshops teil. Die Regierung in Kassel unterbreitete ihr ein Angebot, ein Studium in der Fachrichtung Psychologie und Pädagogik zu absolvieren. Aber, so erzählt sie rückblickend, in Hünfeld ist sie bei Professor Blum, dem sie sehr viel künstlerisch Prägendes verdankt, im Museum geblieben. Bei ihm lernte sie sehr viel Geistiges und Philosophisches. Sie hat ein sehr aktives Leben geführt, erinnert sie sich, besonders engagierte sie sich für junge Leute, Sprache und Sport sowie Kulturelles, Theater und Konzerte. Dagmar Schröder eröffnete zwei Ateliers. Das erste trug den Namen „Atelier Sieben“ und das zweite „S`Hüsee“, ein Atelier-und Treffpunkt für Kunst und Kultur für Kreativschaffende in Kleinsassen. Im Rahmen des Zentrums für kommunikative Kunst hat sie jungen Leuten die Möglichkeit gegeben, ihre Werke auszustellen bzw. sich und ihre Kunst der Öffentlichkeit vorzustellen. Nach vielen eigenen Erfahrungen auf dem künstlerischen Gebiet, nach Anfangsschritten und Techniken, die sie selbst ausprobierte, landete sie bei graphischen Zeichnungen durch Licht, so beschreibt sie ihre Kunstrichtung. „Ohne Licht geht nichts“, sie hat sich mit Licht und Schatten auseinandergesetzt, dadurch entstehen Farbnuancen von Weiß bis Tiefgrau, so die Künstlerin. Ziel ist der Minimalismus, das optimale Weglassen. Hochinteressant ist das Thema „Metamorphose“ für sie, mit dem sie sich ausgiebig beschäftigt. Nichts ist so vergänglich wie die Information, jedoch die Materie ist immer vorhanden, nur sie verändert sich. An der Volkshochschule ist sie als Dozentin für Französisch tätig. Astrologie und Geologie interessieren die Künstlerin genauso wie alte Kulturen. In ihrer Freizeit hält sie sich gern an der frischen Luft auf, betätigt sich sportlich. Lange Zeit war sie Trainerin beim Skiclub Rhön-Fulda für Kinder. Ihr Leitspruch reflektiert die beeindruckende Lebenseinstellung der Künstlerin: „Nicht die Jahre zählen im Leben, sondern das Leben in den Jahren“.
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