MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Petra-Maria Schraplau

„Lächle, und der Tag verändert sich“

Petra-Maria Schraplau
Krankenschwester

06114 Halle

Petra-Maria Schraplau wurde am 21.10.1945 in Ammendorf geboren. Schon von klein an war sie eine aufrichtige und hartnäckige Person. So setzte sie auch ihren Berufswunsch durch und wurde Krankenschwester – nicht Industriekauffrau oder Laborantin, wie ihre Mutter es sich gewünscht hätte. Die Ausbildung absolvierte sie von 1962–1965 am Bezirkskrankenhaus in Dölau, wo sie im Internat untergebracht war. Danach arbeitete sie im Stadtkrankenhaus Poliklinik Süd auf einer gemischten Station (Patienten Radiologie, Innere Medizin, Gynäkologie, Orthopädie). 1966 heiratete sie ihren Mann Wolfgang, einen Diplom-Ökonom. Nach der Geburt der großen Tochter Claudia wechselte sie 1969 in die Radiologie der MLU (Martin-Luther-Universität) Halle. Während der Zeit dort wurde die zweite Tochter Michaela geboren, Petra-Maria nahm sie zeitweise mit auf Arbeit, weil sie zunächst keinen Krippenplatz bekam. Sie wurde 2. Stationsschwester. Als sie 1974 die Möglichkeit bekam, als Stationsschwester am neu erbauten Klinikum Kröllwitz anzufangen, griff sie zu. Sie blieb in dieser Position bis 1988, wurde dann Gemeindeschwester in Halle-Neustadt. Eine schöne Zeit, doch mit der Wende wurden die Gemeindeschwestern nicht mehr benötigt und sie musste sich umorientieren. So fing sie als Pflegedienstleiterin im Pflegeheim Silberhöhe an, war verantwortlich für 180 Bewohner und 50 bis 60 Mitarbeiter. Zwischendurch übernahm sie parallel auch die Aufgaben der Heimleitung, als diese in Elternzeit war. Eine schwierige Zeit. Viele Umstände im Pflegeheim waren für sie kaum tragbar. Sie konnte einige Verbesserungen durchsetzen, doch an anderen Stellen kämpfte sie gegen Windmühlen. Vor allem der knappe Personalschlüssel und die damit beinahe nicht mehr zu gewährleistende Betreuungsqualität machten ihr zu schaffen. 2000 kündigte sie und entschied sich für den Ruhestand. Sie ist froh darüber. Insbesondere die Freizeit mit ihrem Mann hat sie sehr genossen. Leider ist er 2012 verstorben. Er war ihr immer eine Stütze im Alltag. Ab 1972 hatte die Familie einen Garten in Salzmünde, auch verreist sind sie gerne. Letzteres macht Petra-Maria auch heute noch drei- bis viermal pro Jahr. Außerdem geht sie gerne in die Stadt, sie trifft sich mit ehemaligen Kolleginnen und liest viel. Sie ist stolz auf das, was sie in ihrem Leben erreicht hat, auch auf ihre finanzielle Unabhängigkeit. Was sie nicht mag, sind Menschen, die sich nur beklagen oder gar Lügen verbreiten. Und Glück liegt für sie in der Ruhe sowie einem harmonischen Familienleben.
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