MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Dipl.-Ing. Claudia Schrader

Im Herbst des Lebens

Claudia Schrader
Architektin (BdA)

Hauptstraße 48
01097 Dresden

Sie ist überaus facettenreich, interessiert sich für vieles, liest gern, schreibt von großen Inspirationen getragen mit an einem Buch, besucht als Kunstinteressierte Ausstellungen wie Konzerte, ist eine geübte Freihandzeichnerin und beschäftigt sich beruflich geprägt mit Architektur und Denkmalpflege. Viele Stunden schenkt sie Bekannten, pflegt ihren Freundeskreis und liebt es, mit ihrer Nichte Zeit zu verbringen. Auch ehrenamtlich ist Frau Dr. Claudia Schrader, geboren am 02.07.1937 in Dresden, als Mitglied im Bund Deutscher Architekten und im Freundeskreis der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden sowie der Sammlungen Kunst + Technik der TU Dresden anzutreffen. Ihr Berufsleben jedoch war bestimmt von Symbiose aus Administration und Baustelle. Nach dem Abitur studierte sie an der Technischen Hochschule wie Technischen Universität Dresden Architektur und machte 1962 den Abschluss zum Diplom-Ingenieur. Am BAUHAUS Dessau absolvierte sie ein Zusatzstudium. Als Oberassistentin blieb sie der Universität treu, widmete sich gleichwohl wissenschaftlicher wie lehrender Tätigkeit, focusierte Gesellschaftsbauten, stellte sich bei Prof. Trauzettel Wettbewerben und kann auf zahlreiche Planungsbeteiligungen des Rostocker Stadtteils „Lütten-Klein“ verweisen. Als sie 1977 als Abteilungsleiterin ans Wohnungsbaukombinat Dresden wechselte, lag ihre Promotion schon acht Jahre zurück. Neue Aufgaben warteten beim Aufbau der Komplexabteilung für gesellschaftliche Bauten, die neben vielen anderen die Schulbaureihe SR 80 oder den Wohnungsbau WBS 70 zum Inhalt hatte und der Akademikerin für die „Straße der Befreiung“ in Dresden mit ihrer Abteilung den Architekturpreis der Stadt Dresden einbrachte. 1990 fand sie die Zeit für gekommen, mit Berufskollegen ihr eigenes freies Architekturbüro zu eröffnen. Auch in der Selbstständigkeit warteten interessante Projekte wie der alte sächsische Landtag, das Berufsschulzentrum Dessau oder der Umbau der Villa Eschebach zur Volksbank. Seit 1993 zusätzlich als Fachpreisrichterin bei zahlreichen Wettbewerben vertreten, schied sie 1996 aus dem Gemeinschaftsbüro aus, war allerdings noch lange Jahre aktiv. Im Bauausschuss der Stadt Dresden mitwirkend, bis 2006 in der Gestaltungskommission „Historisches Stadtzentrum“ sowie beim Ehrenamt in der Denkmalpflege, durfte die engagierte Architektin 1999 den Erlweinpreis Dresden entgegennehmen. Somit kann die Pensionärin auf ein spannendes und wechselvolles, arbeits- und erfolgreiches Leben voller Vielfalt zurückblicken und den Herbst des Lebens bei guter Gesundheit genießen.
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