MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Dr. med. Waltraud Schoppnies
Glaube, Hoffnung und Liebe
Fachärztin für Innere Medizin und Pneumologie
12555 Berlin
Diese Attribute bestimmen das vielseitig-bewegte Leben von Waltraud Schoppnies. Sie wurde am 19.02.1940 in Zwickau geboren, hat ihren Vater, Diplom-Ingenieur, nie kennengelernt, da er im Russland-Krieg gefallen ist. Die Mutter war Geschäftsführerin im Familienbetrieb und hat sie und ihren Bruder in den Kriegsjahren und danach allein groß gezogen. Sie ist mit Strenge aufgewachsen und hat schwierige Zeiten in ihrer Kindheit durchlebt. Zugleich haben Güte, Herzlichkeit und liebevolles Miteinander seitens ihrer Großeltern und einer großen Familie viel Freude in ihr Leben gebracht. Für ihren jüngeren Bruder Wolfgang musste sie frühzeitig Mitverantwortung übernehmen.
Nach der Grundschule absolvierte sie 1958 ihr Abitur an der Käthe-Kollwitz Schule in Zwickau und studierte anschließend bis 1964 an der Humboldt-Universität zu Berlin Medizin. Nach ihrem Staatsexamen realisierte sie am Kreiskrankenhaus Strausberg bei Berlin ihre Pflichtassistenz, erwarb 1965 die Vollapprobation und promovierte 1975 zur Fachärztin Dr. med. für Innere Medizin. Ab 1976 war sie an Polikliniken in Berlin im Bereich Lungenkrankheiten und Tuberkulose bis zur Wende tätig. In dieser Zeit wirkte sie mit an einem Forschungsprojekt für Herz-Kreislauf Erkrankungen beim Magistrat Berlin, wodurch sie Ihre Fachkenntnisse vertiefen konnte.
Nach der Wende begann für die 50-jährige Dr. Waltraud Schoppnies mit eigener Facharzt-Praxis für Lungen-und Bronchialheilkunde in Berlin eine neue berufliche Herausforderung, die sie letztendlich mit Engagement, Durchsetzungsvermögen und Ideenreichtum – auch gegenüber so mancher Bürokratie – meistert. Sie ist stolz, sich durchgekämpft zu haben, so wie es ihre Mutter ihr vorlebte, Tiefen im Leben zu bestehen. Mit Eifer und Pflichtbewusstsein ist sie heute noch für ihre Patienten im Einsatz. Ein Teil der Freizeit und so manches Wochenende nutzt sie für Seminare, um sich weiterzubilden.
Dr. Waltraud Schoppnies heiratete 1968 und verbrachte viele gute Jahre mit ihrem Ehemann Erhard, der leider 1998 an Krebs verstarb. Mit ihren Kindern Michael, Mechthild und Maren sowie den sechs Enkelkindern verbindet sie ein herzliches Verhältnis. Ihre Freizeit genießt sie mit der Familie, im Freundeskreis, mit Lesen und Hören guter Musik. Sportlich war sie früher Handballtorwart und Leichtathletin, betreibt heute Kieser-Training, Gruppenwandern, im Winter oft Langlauf und freut sich auf das Klassentreffen 2014 am Rhein. Sie schaut auf ein erfülltes, anspruchsvolles Leben. Verlässlichkeit ist dabei für sie ein hohes Gut und „Liebe das Größte.“ Sie wünscht sich weiterhin gesund zu bleiben, ihre verantwortungsvolle Tätigkeit weiterführen zu können und möchte gern mal den tropischen Urwald, z. B. in Costa Rica kennenlernen.