MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Horst Schorten

Handwerkerstolz und Modelleisenbahn

Horst Schorten

Schmied und Rentner
Diethelmweg 14
12683 Berlin

Eine Querstraße weiter vom Geburtshaus lebt Horst Schorten heute noch, nunmehr im selbst aufgebauten Haus. 1943 geboren, ging er nach dem Besuch der Grundschule (1949/57) für drei Jahre bei Schmiedemeister Karl Pfeiffer in die Lehre. Als Lehrling und danach für ein Jahr als Geselle wirkte er an Brücken und Geländern für Verkehrseinrichtungen, an Ankern und Bootshaken für die Schiffswerft. Dann wurde er für den Polizeidienst angeworben, besuchte Lehrgänge, lief Streife, gehörte zur Besatzung des Funkwagens, regelte den Kreuzungsverkehr. Nach drei Jahren ging er zurück in den gelernten Beruf, arbeitete zuerst beim Tiefbau Berlin im Fahrzeugbereich, dann wieder in einer Schmiedewerkstatt. 1965 begann er in der LPG von Berlin-Marzahn, blieb hier 16 Jahre, beschäftigt vor allem mit der Instandhaltung von Landmaschinen. Dann forderten ihn Bau und Eröffnung einer von seiner Frau betriebenen Kneipe, bei der er nun angestellt war. Diese befand sich im Vereinshaus des Siedlerverbandes, in dem Horst Schorten 10 Jahre lang als Mitglied des Vorstandes, auch lange Jahre in der Kulturkommission aktiv war und es heute noch als einfaches Mitglied der Siedlergemeinschaft ist. Kinderfeste, Seniorennachmittage und Tanz für die jungen Leute hat er organisiert und dabei selbst die Musik aufgelegt. Gelegentlich ist er dafür auch heute noch gefragt. Bis 1992 war die Gaststätte seine Hauptbeschäftigung, daneben übernahm er Hausmeistertätigkeiten für das Schloss Biesdorf und den Kulturhof Marzahn, später auch wieder im Angestelltenverhältnis. 1994 fing er wieder in der Schmiede an, bis 2004 war seine Arbeit, sein Können, seine Erfahrung gefragt. Nun handelte es sich vor allem um Großaufträge für Balkone und Zäune nach Kundenwunsch. Zu werkeln gab es auch genug bei seinem Hobby. Stolz kann er berichten, dass seine Modelleisenbahnanlage die zweitlängste Strecke der Berliner Modellbaufreunde umfasst. 200 m Schienen sind installiert, vom Fernsehturm bis zum Riesenrad in 15jähriger Detailarbeit Berliner Wahrzeichen in das Bahngeschehen integriert. Frau Martha, seit der Heirat 1964, stand fest an seiner Seite bzw. während des Betriebs der Vereinskneipe hinter dem Tresen. Zwei Kinder (Junge und Mädchen) haben sie großgezogen, freuen sich über ein Enkel- und ein Urenkelkind.
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