MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Prof. Dr. habil. Hans-Peter Schramm
Von der Industrie zur Kunst
Professor für Archäometrie
Hauptstraße 25
01097 Dresden
Fon/Fax: 0351 / 8030318
Funk: 0170 / 4196916
Prof. Dr. Hans-Peter Schramm wurde 2002 von der Hochschule für Bildende Künste Dresden ehrenvoll in den Ruhestand verabschiedet. Seit 1974 wirkte er an der HfBK und war maßgeblich am Aufbau des damals neu eingerichteten Studiengangs Restaurierung beteiligt, der zu den ersten in Deutschland zählt und heute national und international etabliert ist.
Über Gutachten für Museen, Denkmalpflege, aber auch Kriminalistik und durch den engen Praxisbezug von Lehre und Forschung wirkte Prof. Schramm an zahlreichen renommierten Projekten mit, darunter sind u. a. Semperoper, Frauenkirche, Schloss Moritzburg, Residenzschloss Dresden, Albrechtsschlösser, Gemäldegalerie (Dresdner Zwinger), Fürstenzug, Residenz Würzburg, Eremitage Bayreuth ... Es sind einige hundert Objekte, zieht Prof. Schramm eine beeindruckende Bilanz.
Daneben zeugen mehr als 50 Publikationen im wissenschaftlichen Bereich von Ehrgeiz und unermüdlichem Forscherdrang. Noch heute führt der anerkannte Experte gemeinsam mit seiner Frau Maria ein privates Labor für Kunstgutuntersuchungen. Prof. Schramm, Ehrenmitglied des deutschen Restauratorenverbandes, Mitglied im Neuen Sächsischen Kunstverein und im Verband Deutscher Chemiker, genießt als Wissenschaftler und Persönlichkeit nationale und internationale Anerkennung. Was zählt für ihn am meisten? „Meine Familie“, gibt der zweifache Familienvater und stolze Opa von drei Enkelkindern unumwunden Auskunft.
Seit 1960 ist er mit seiner Ehefrau Maria glücklich verheiratet. Damals war er noch Laborleiter in Freiberg und steckte mitten in einem aufwendigen Fernstudium. An der HfBK arbeitete das Ehepaar stets eng zusammen und ergänzte sich auch beruflich wunderbar. Prof. Schramm, 1938 geboren, kann stolz und zufrieden auf ein erfülltes Leben zurückblicken.
Seine beeindruckende Karriere begann mit einem „einfachen“ Chemiestudium in Magdeburg und führte ihn zunächst in die Industrie. Einem achtjährigen Fernstudium zum Dipl.-Chemiker folgte die außerplanmäßige Promotionsaspirantur (Abschluss 1971 an der TU Dresden). Ab 1970 war er Technischer Direktor, später Betriebsdirektor in der Chemischen Fabrik Gottwald & Co Ebersbach, bevor er 1974 an die HfBK Dresden wechselte. Hier erfolgte 1979 die Berufung zum Dozenten, 1983 zum a. o. Professor und 1988 schließlich zum o. Professor für Archäometrie.