MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Brunhilde und Jochen Scholz

„Wer bekommt was er mag, ist erfolgreich. Wer mag, was er bekommt, ist glücklich.“ (Martin Luther)

Brunhilde und Jochen Scholz

Verkäuferin, Sekretärin
Apparateglasbläser, Apparateglasbläser-Meister
Bergsiedlung 10
09648 Kriebethal

1935 in Kriebethal geboren, wohnt Jochen Schulz mit seiner Frau heute wieder in diesem Ort. Die Kindheit verbrachte er jedoch in Reinsdorf, wo sein Vater das Haus eines Onkels übernommen hatte. Doch die Kriegsereignisse änderten auch in seiner Familie alles. Der Vater wurde 1941 eingezogen und kehrte nie zurück. Die Mutter versorgte nun das Haus und ihren Sohn alleine und arbeitete nebenher bei einem Bauern. Für den kleinen Jochen bedeutete das zeitiges zupacken, denn der eigene Garten, die Hühner und die Ziege stellten für die kleine Familie eine wichtige Versorgungsquelle dar. Auch beim Bauern half er gelegentlich mit aus. Er besuchte 1941–1949 die Schule und lernte danach als erster Lehrling den Beruf Apparateglasbläser am von Prof. Kurt Schwabe 1944 in Meinsberg gegründeten „Forschungsinstitut für chemische Technologie“ ( seit 1990 „Kurt-Schwabe-Institut“). 1958 legte Jochen Scholz erfolgreich die Prüfung als Glasapparatebläser-Meister ab und bildete nun seinerseits Lehrlinge aus. Bis zur Wende war er so tätig und in dieser Zeit mit vielen speziellen Aufgaben betraut wie z. B. den Bau der ersten Blut-ph-Elektroden und anderer medizinischer Apparate. Dafür bekannt und anerkannt, erhielt er nach der Wende entsprechend vielfältige Angebote zur Arbeitsaufnahme. In der Endress+Hauser Conducta Waldheim fand er neue Herausforderung, baute das 1990 geründete Unternehmen an diesem Standort mit auf (Glasbläserei und Sensorik) – zusammen mit seiner Frau und einem ehemaligen Lehrling, der heute als Meister in der Firma arbeitet. Was einst zu dritt begann ist indessen zu einer Firma mit über 200 Angestellten und bedeutendem Arbeitgeber in Waldheim gewachsen. „Mit 70 Jahren ist Schluss....“ nahm Jochen schließlich seinen Hut und ging in den wohlverdienten Ruhestand obwohl man ihn gerne weiter beschäftigt hätte. Ehefrau Brunhilde (geb. 1937) begleitet ihn seit Jahrzehnten. Im Geschäft ihrer Eltern (Eisenwaren Jahn in Waldheim) haben sie sich kennengelernt. 1961 wurde geheiratet. Im gleichen Jahr konnten sich die Eheleute über die Geburt von Sohn Andreas freuen und indessen auch über die von zwei Enkelkindern. Brunhilde Scholz lernte nach der Schulzeit (1944–1952) den Beruf Verkäuferin bei den Eltern, die indessen mit ihrem Laden zur HO (Handelsorganisation) gehörten. Nach ihrer Hochzeit und Erziehungszeit für den Sohn, nahm die junge Frau 1967 auch im Forschungsinstitut die Arbeit auf. Sie wurde im Verwaltungsbereich tätig und konnte sich nach Jahren erfolgreicher Arbeit über die Zuerkennung des Facharbeiterbriefes als Sekretärin freuen. Die Arbeitsphase nach der Wende bei dem Firmenaufbau empfand sie als eine besondere Herausforderung und ist stolz auf das gute Gelingen. Umsichtigkeit und Besonnenheit waren bei den Eheleuten Paten auf dem Weg zum Erfolg. Offenheit, Hilfsbereitschaft und Freundschaft gehören zu den Charaktereigenschaften die sie an anderen schätzen. Sie sind zufrieden und freuen sich über die Harmonie in ihrem Leben. Gesund und selbstständig bleiben ist ihr großer Wunsch damit sie lange ihre heutigen Lieblingsbeschäftigungen frönen können: Auto fahren und pflegen, Gartenarbeit, Handarbeiten und Backen.
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