MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Jörg Schneider
Tradition in Lederwaren
LEDER Schneider
Schuhmachergässchen im Speck’s Hof
04109 Leipzig
Fon: 0341 / 9608010
Internet: www.leder-schneider.de
Im Jahr 2007 bestand das Lederwarengeschäft Schneider vierzig Jahre. Durch alle widrigen Zeiten und Enteignung in der DDR konnte es sich behaupten und wird heute von Jörg Schneider geführt. Sein Vater Gerhard, den die Enteignung durch den DDR-Staat seelisch und körperlich ruiniert hat, war ihm ein Vorbild. Seine Frau und sein Vater haben ihn über die Jahre am meisten unterstützt.
Geboren wurde Jörg Schneider am 17. Dezember 1943 in Leipzig. Als gelernter Zahntechniker sollte er sogar Zahnmedizin studieren. Doch er folgte dem beruflichen Weg des Vaters und übernahm am 1. Oktober 1967 den Laden im Schuhmachergässchen.
Hier werden heute Taschen aller Art von Businesstaschen bis hin zu modischen Handtaschen und Schirme in jeder Form, ob eckig oder pagodenförmig, angeboten. Obwohl der Platz im Laden begrenzt ist, bietet er eine breite Vielfalt an Lederwaren. Es wird damit eine Nische bedient, die es so nicht überall gibt. Nach der Wende führte er drei, vier Geschäfte in Leipzig. Heute gehört die „bagstation“ im Leipziger Hauptbahnhof schon seinem Sohn Sascha. Jörg Schneider will in den nächsten Jahren das gesamte Geschäft auf seinen Sohn übertragen. Bis dahin aber steht er hinter dem Ladentisch und berät seine Kunden. Für Nebenberufliches bleibt ihm da keine Zeit. Er ist stolz, dass er über vierzig Jahre den Betrieb erfolgreich führt, den Sohn gemeinsam mit seiner Frau Steffi gut erzogen hat und ein Haus auf eigenem Grundstück bauen konnte.
Am liebsten verbringt er die Freizeit in seiner „grünen Oase“ bei der Gartenarbeit. Seine Lieblingsbeschäftigung bleibt es, schöne Dinge an seine Kunden verkaufen zu können. Für die Zukunft wünscht er sich Gesundheit, weil man sich nur als gesunder Mensch Wünsche erfüllen kann. Er ist ein optimistischer und dynamischer Mensch und schätzt geradlinige Menschen. Die derzeitige Politik, die sich nicht für die Bürger einsetzt, macht ihn zornig.
Gerne würde er ein Instrument spielen können. Heute bereut er, dass er als Jugendlicher zu wenig Interesse hatte, um Klavier spielen zu lernen.
Auf seine Karibik-Reise mit der AIDA freute er sich ganz besonders.