MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Manfred Schneider
Vorfreude auf die Diamantene Hochzeit
Ingenieur für Energieumwandlung und -verteilung i. R.
Beilsteiner Str. 100
12681 Berlin
Eigentlich wollte er Förster werden. Leider existierte in schlimmer Zeit nach 1945 keine Forstwirtschaft mehr. Seine zweite Vorliebe – die Elektrik – bestimmte somit den beruflichen Werdegang.
Übrigens war Manfred Schneider, geboren am 05.10.1932 in Pasewalk, der erste, der in Wolgast über eine selbst gebaute Weihnachtsbaumbeleuchtung verfügte.
Von 1939/50 besuchte er die Oberschule. In Ermangelung des Schulgeldes entschied er sich im Kraftwerk Wolgast für eine Lehre zum Elektriker und arbeitete im Anschluss für sechs Monate als Schaltwärter eines Umspannwerkes.
Vom Betrieb an die Energiefachschule in Zittau delegiert, erhielt Manfred Schneider 1955 seinen Abschluss als Ingenieur für Energieumwandlung und -verteilung.
Studienlenkung führte ihn zum VEB Energiebau Radebeul, wo seine Aufgaben die Projektierung von Umspannwerken sowie die Überwachung der Generalauftragnehmer umfassten. U. a. baute er das Umspannwerk Neuenhagen mit auf.
Delegiert an die Abteilung Energiewirtschaft des Volkswirtschaftsrates, setzte er seinen Berufs- wie Lebensweg in Berlin fort, widmete sich dem „Plan Neue Technik“ und forcierte die Zusammenarbeit innerhalb der Vereinigung Volkseigener Betriebe. Zwei Jahre später zog es ihn am Verbundnetz Mitte zurück an die Basis, an welcher er vom Mitarbeiter zum Gruppenleiter aufstieg, die Leitung für Planung und Abrechnung von Investitionen, das Vertragsrecht sowie die Vertretung des Abteilungsleiters übernahm.
Mit der Wende wurde das Unternehmen in Vattenfall gewandelt. Nach 28 engagierten Jahren begab sich Manfred Schneider in den Vorruhestand und genießt heute als Rentner den Alltag – am liebsten mit seiner Familie.
Seine Ehefrau Johanna lernte er 1949 auf dem Rummelplatz kennen. Es war Liebe auf den ersten Blick. Das Paar heiratete nach sechsjähriger Fernbeziehung und freut sich auf die Diamantene Hochzeit 2015.
Johanna und Manfred Schneider wurden Eltern zweier Kinder und sind glückliche Großeltern eines Enkel- sowie eines Urenkelkindes.
Autodidaktisch erlernte er Instrumente, beherrscht die Geige wie die Gitarre, spielte mit seiner Schulband „7 Babys“ auf Hochzeiten und Dorffesten sowie während der Studienzeit im Studentenorchester.
16 Jahre unterstützte er als Vorsitzender den Siedlerverband und pflegte in der Freizeit sein größtes Hobby – das Angeln. Die Arbeit in seinem Garten mit den 12 Apfelbaumsorten brachte viel Freude. Sein Wunsch, direkt am Wasser zu wohnen, ging leider nicht in Erfüllung, doch Erfüllung findet er stets im Kreise seiner Familie und Freunde.