MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Ute und Stephan Schnur

Zwei engagierte bewegte Leben

Ute und Stephan Schnur

Sprachmittler / Übersetzer
Elektro-Signal-Mechaniker / Vorarbeiter
10437  Berlin

Ute Schnur, 1955 in Wolfen geboren, besuchte die Sonderschule für Behinderte in Glindow, dann in Egendorf bei Weimar und absolvierte ihr Abitur 1976 an der Sonderschule Sulzhayn bei Nordhausen. 1980 beendete sie ihr Fernstudium als Sprachmittler für Englisch an der Karl-Marx-Universität Leipzig. Neun Monate arbeitssuchend, fand sie ihre erste Arbeitsstelle am Institut für Getreideverarbeitung und Kaffee in Potsdam-Rehbrücke, wo sie bis zur Wende in Heimarbeit populär-wissenschaftliche Texte bearbeitete. Als Behinderte, hat sie am 03.11.1989, kurz vor dem Mauerfall, an der Gründung des Behindertenverbandes der DDR und des BBV (Berliner Behinderten Verband) mitgewirkt und mit als Erste den Gründungsaufruf unterzeichnet. Ab dieser Zeit hat sie in den Aufbau der Behindertenbewegung Berlin und auf Länderebene involviert, und arbeitete mit Spontazusammenschluss „Mobilität für Behinderte“ in Westberlin. Ute Schnur ist seit der Wende in vielen Funktionen der Politik und in der Fraktion Bündnis90/Die Grünen aktiv tätig, so bis 1996 als Bürger-Deputierte; im Behindertenbeirat des Bezirkes; parallel bis 1997 zuerst als Sachbearbeiterin/Beraterin für Lohnkostenzuschuss; dann Vorsitzende im Behindertenvereinigung Berlin-Prenzlauer Berg e.V und zugleich Bezirksverordnete Prenzlauer Berg; heute Pankow und seit 2011 stellvertretende Bezirksverordnetenvorsteherin, und somit zugleich ist sie Stellvertretende Vorsitzende im Ältestenrat der BVV (Bezirksverordnetenversammlung) Pankow. Als Interessenvertreterin der Behinderten in Berlin ist es für sie wichtig, sich für die Belange dieser Menschen einzusetzen, mitzugestalten, um damit etwas zum Positiven zu verändern und hat in ihrer mehr als 20-jährigen politischen Arbeit viel erreicht. Für ihr langjähriges Wirken wurde sie 2013 mit dem Verdienstorden des Landes Berlin ausgezeichnet. Auch als Chefredakteurin der Berliner Behindertenzeitung hat sie ihren Fingerabdruck hinterlassen. Ute Schnur lebt in diesem Bereich nach dem Motto „an mir kommt im politischen Leben keiner vorbei“. 1978 lernte Ute Schnur ihren Mann Stephan kennen und sie haben 1985 geheiratet. Stephan Schnur ist als Elektrosignalmechaniker und Vorarbeiter bei der Berliner U-Bahn tätig. Er begleitet seine Frau bei fast all ihren Aktivitäten und unterstützt sie, wo es erforderlich ist. Beide Schnur's sind stolz und glücklich, ein aktives Leben führen zu können. Sie genießen das bisher gemeinsam Erreichte und gestalten ihr tägliches Leben mit Humor, guter Organisation, gegenseitigem Verständnis und Liebe. Ihre Freizeit verbringen sie mit Ausflügen, Spazierengehen, Ute mit Schreiben von Gedichten und Geschichten. Es bleibt für das Ehepaar Schnur der Wunsch auf noch viele glückliche Jahre und eine Reise nach Norwegen, Schweden oder Irland.
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