MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Astrid und Manfred Schneider

Pädagogik als Berufung

Astrid und Manfred Schneider

Diplomlehrer / Diplompädagoge
99885 Ohrdruf

Manfred Schneider kam am 09.06.1938 in Geschwenda zur Welt und wurde 1944 eingeschult. Nach acht Jahren Grundschule besuchte er in Gräfenroda die Oberschule bis zum Abitur. Da sich der eigentliche Berufswunsch Tierarzt nicht sofort verwirklichen ließ, absolvierte Manfred eine zweijährige Ausbildung als Zootechniker in Brook / Elmenhorst. „Mein Lehrbetrieb delegierte mich daraufhin nach Rostock, wo ich vier Jahre in den Fächern Biologie und Chemie auf Lehramt studierte und das Studium als Diplomlehrer beendete. Ich spürte, dass dieser Beruf mir mehr entsprach“, berichtet Manfred Schneider, der 1962 seine erste Anstellung an einer Schule in Schapow, Kreis Prenzlau. bekam. Bereits ein Jahr später wurde er vom Rat des Kreises zum Direktor berufen und ließ sich dafür von 1969–1970 in Potsdam zum Diplom-Pädagogen ausbilden. Als die Schülerzahlen Ende der 70-er Jahre rückläufig wurden, suchte das Ministerium Führungskräfte für Auslandseinsätze. Manfred Schneider entschloss sich, eine Zeit lang in Äthiopien zu arbeiten. In Vorbereitung dieses Einsatzes besuchte er 1978 die Sprachausbildung Englisch. „Von 1979–1983 lebte ich mit meiner Familie in Addis Abeba, schrieb Lehrpläne und Lehrbücher und habe Weiterbildungen in Chemie geleitet“, erzählt er. Nach seiner Rückkehr wurde Manfred Schneider ins Kreiskabinett für Weiterbildung integriert und war ein Jahr als Referent für außerunterrichtliche Bildung und Erziehung tätig. Im Anschluss wurde er für sechs Monate als Übersetzer in den Irak delegiert. Von 1985–1987 war Manfred Schneider als Direktor einer POS im thüringischen Gräfenhain angestellt, bevor er von 1988–1990 in gleicher Funktion wie damals nach Ägypten ging. „Wir haben die Wende anfangs nur aus der Ferne miterlebt“, gesteht er, der fortan auf Wunsch seiner Kollegen wieder in Gräfenhain als gewählter Direktor arbeitete. Bis heute engagiert er sich dort als Orchesterratsmitglied des Jugendblasorchesters und im Wanderverein. Nach Auflösung der Schule arbeitete Manfred Schneider von 1991–1993 als Lehrer in Friedrichroda, bis er aufgrund einer anonymen Anzeige zur Stasi-Thematik gekündigt wurde. „Das Gericht rehabilitierte mich ein halbes Jahr später, und ich kehrte bis zu meiner Pensionierung 2003 an die Schule zurück“, erzählt er. Seit 1963 ist er mit seiner Frau Astrid, die vorrangig als Grundschullehrerin tätig war, verheiratet. Sohn Jörg (*1965; Zeitungsdesigner) und mittlerweile vier Enkel komplettieren die Familie. Ein tragisches Unglück nahm ihnen bereits das zweite Kind Peter. Die Freizeit verbringt Manfred Schneider am liebsten im Garten und kümmert sich um sein tierisches Hobby, die Gestaltung der Vogelvoliere. Für die Zukunft gibt es noch viele Reisepläne und den Wunsch, nach einem beruflich wie privat erfüllten Leben gesund älter zu werden.
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