MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Christa Schneider

Ihre persönliche Stärke: Immer gute Laune

Christa Schneider

Facharbeiterin für Feldbau
Wiesenweg 2
09306 Schwarzbach    

Sie ist eine echte Frohnatur. Christa Schneider, geborene Jahn, aus Schwarzbach in Sachsen kam zu Kriegszeiten zur Welt. Mit noch zwei Schwestern wuchs sie, geboren 1940, in Radendorf als Tochter einer Hausfrau sowie eines Land- und Gastwirtes auf. Das Leben war voller Entbehrungen, blickt die heutige Mutter, Oma und Uroma zurück. Christa Schneider, die mit ihrem Gottfried (Landwirt, 2015 gestorben) bis zu dessen Tod verheiratet war, erinnert sich noch genau an ihre Zuckertüte, die sie von ihrer älteren Schwester zur Einschulung übernahm. Diese Tüte war gefüllt mit Keksen, Backpflaumen und bunten gekochten Eiern. So war das damals, erzählt sie, auch von ihrer Puppenstube, für die Möbel genäht wurden. Diese bestanden aus Stoffresten, die ausgestopft wurden. „Und wir Kinder waren mit unserem Spielzeug glücklich und zufrieden“, weiß Christa Schneider, als wäre es erst gestern gewesen. Die Mutter von Sohn Manfred (geboren 1961, Diplomingenieur) und Tochter Heike (geboren 1965, gelernte Porzellandekorateurin, heute in einer Wäscherei beschäftigt) hat drei Enkel und vier Urenkel, die inzwischen zur großen Familie gehören. Und sie ist stolz und glücklich darüber, dass alle in der Region geblieben sind und sich regelmäßig sehen und auch zusammen feiern können. Christa Schneider, die nach dem Abschluss der 8. Klasse (Schule von 1946-1954) eine Ausbildung zur Facharbeiterin für Feldbau machte, hat ihr Leben lang fleißig geschafft. Sie blieb nach der Lehre zunächst am elterlichen Hof, trat dann in die LPG ein (1960), arbeitete zusammen mit ihrem Mann Gottfried im Kuhstall. Krankheitsbedingt ging sie kurz nach der Wendezeit 1992 vorzeitig in Rente. Auch ihr Mann, der zehn Jahre älter war als sie, wurde nach der Wende Rentner und schied damit ebenfalls aus dem Berufsleben aus. Während er sich ehrenamtlich im Heimatverein und bei der Freiwilligen Feuerwehr engagierte, liebte Christa Schneider ihre Handarbeiten. Sie strickte viel in ihrer Freizeit. Sie hat immer gute Laune und erklärt, dass dies wohl ihre persönliche Stärke sei. Befragt nach einem Vorbild in ihrem Leben, nennt sie ihre Mutter. „Meine Mutter war stets ehrlich und sehr liebevoll im Umgang mit uns Kindern, das hat mich geprägt“, hebt Christa Schneider voller Achtung und Anerkennung hervor. Auch auf Traditionen legt die Seniorin bis heute großen Wert. Mit ihren ehemaligen Kolleginnen aus der Landwirtschaft feiert sie jeden Geburtstag. „Das haben wir schon damals in jüngeren Jahren beschlossen, das so zu machen“, sagt sie. Und solch ein Treffen sei immer wieder schön, versichert sie voller Dankbarkeit. Diese Zusammenkünfte wolle sie nicht missen, weil sie ihr Leben bereichern.
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