MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Gerda und Sieghard Schneider

Das Licht leuchtet über einer harmonischen Ehe

Gerda und Sieghard Schneider

Kellnerin und Buchhalterin i. R.
Goldschmied und Produktionsdirektor i. R.
Dr.-Wilhelm-Külz-Str. 27
08060 Zwickau
Fon: 0375 / 524568

Die goldene Hochzeit liegt schon lange zurück und ganz allmählich kann das nächste große Fest in die Planung eingehen. Seit 1959 verheiratet, sind die Eheleute froh, sich gegenseitig zu haben und nach all den Jahrzehnten schwärmt Gerda Schneider noch immer für ihren Mann: „Ich habe einen ganz lieben und treuen Ehemann und für mich verkörpert er alle guten Eigenschaften, die ein Mensch nur besitzen kann.“ Sie selber achtete immer auf guten Zusammenhalt in der Familie sowie auf gute Erziehung der Kinder. Sieghard Schneider ist stolz darauf, geradlinig durchs Leben geschritten zu sein und er versuchte stets, für seine Kinder, doch ebenso für seine Kollegen ein Vorbild zu sein. Geboren wurde er am 08.03.1930 in Habendorf/Niederschlesien als eines von drei Geschwistern. Der Schulbesuch endete 1944. Kurz danach musste die Familie die Heimat verlassen. Vater war im Krieg gefallen und 1946 hatten Mutter und Kinder ein neues Zuhause in Zwickau gefunden. Sein Wunsch, Uhrmacher zu werden, erfüllte sich nicht ganz, doch Sieghard Schneider ergriff einen ähnlich schönen Beruf. 1947 begann er in der Zwickauer Edelschmiede zu lernen. Ein Jahr später wurde diese geschlossen und er wechselte zur Firma Hartmann, ebenfalls einem Goldschmiedebetrieb. 1950 wurde das erste Unternehmen unter anderer Leitung wieder eröffnet und er kehrte zurück in die Zwickauer Edelschmiede. Nach dem Berliner Mauerbau stellte ein Pforzheimer Zulieferer für Uhrengehäuse die Belieferung ein. Daraufhin wurde Sieghard Schneider beauftragt, derartige Gehäuse herzustellen und die Karriere nahm ihren Lauf. Er wurde Abteilungsleiter „Gehäusefertigung“, bildete zig Arbeitskräfte, vorwiegend Frauen, aus und avancierte zum Produktionsdirektor. Seit 1991 im Vorruhestand, stand Sieghard Schneider dem Betrieb noch für lange Zeit stundenweise zur Verfügung. Gerda Schneider wurde am 03.07.1935 in Osterode/Ostpreußen geboren. Auch ihre Familie musste flüchten und kam in Wismar/Mecklenburg an. Nach der Schule arbeitete sie als Buchhalterin, auch als Kellnerin, und so lernte sich das Paar in einer Gaststätte kennen. Sie zapfte am Tresen sein Bierchen und spendierte ihm gleich noch ein Schnäpschen dazu. In Zwickau lebte sie mit Mann und Tochter Martina. Die Ehe wurde geschieden. Seine Frau war verstorben und er versorgte Sohn Roland. Nach der Hochzeit wurden Sohn Frank-Michael sowie Tochter Annett geboren. Sie alle wuchsen zur großen glücklichen Familie zusammen, bis das Schicksal schwer zuschlug. Annett starb 1981 nach schwerer Krankheit und auch Martina verstarb 2006 mit nur 50 Jahren. Licht ins Dunkel bringen fünf Enkel sowie fünf Urenkel und Licht scheint auch über einer harmonischen Ehe.
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